Storchen-Station-News:
2009:
August:
- die beiden Spyren habe ich dann im August ausgewildert. Beide haben sich super entiwickelt und eines schönen Abends habe ich sie auf der Wiese am Hang in die Lust geworfen. Nun ja, bei "Würstchen" war dies nicht nötig, der wollte sowieso gehen. Aber "Baby" hat dann ein bisschen Hilfe gebraucht. Sie sind ab wie 2 Pfeile, mir kamen fast die Tränen aber nun weiss ich, sind sie da, wo sie hingehören. In Freiheit! Hach, ist das still zu Hause. Keine "Spiii, Spiiii, Spiii-Rufe" mehr die ganze Zeit. Auch draussen nicht mehr---denn kaum hatte ich die beiden ausgewildert, wohl schon ein paar Tage vorher, waren die meisten Spyren abgezogen.
- 3 Tauben aus der Stadt sind noch bei mir, bzw. bei Sandra gelandet. Die hat Sandra dann aufgezogen, nun ja, es wurde dann aber zuviel. 3 junge Tauben im Haus, das geht einfach nicht. Die machen so einen Dreck und Staub. Also gab sie eine ab an Marcel und Margith, leider hat die wohl eine Kropfentzündung gemacht und verstarb einige Tage später. Das kann passieren. Die anderen beiden haben sich super entwickelt. Tauben muss man tatsächlich (im Vergleich zu Spyren, da stimmt es ja nicht) zwangsfüttern. Geht wirklich nicht anders. Sie betteln zwar, nehmen aber nichts an. Man muss es direkt in den Kropf füllen.
- ein verletzter Bussard wurde gemeldet. Ich befand mich gleich in der Station, der Vogel sollte auf der Strasse Richtung Forst sitzen. Margrith und ich ins Auto, dem Mann hinterher (Marcel wurde in der Station gebraucht). Kein Vogel mehr da. Aus dem Auto, ich hörte die Amsel zetern, da war klar, wo der Bussard ist. Also ab durchs Unterholz. Ziemlich tief im Unterholz fand ich den armen Gesellen. Er war am Ende seiner Kräfte, sass am Boden, das eine Auge schon ganz grau und vorstehend. Ich konnte ihn problemlos nehmen und in der Station wurde er sogleich erlöst von seinen Leiden. Hatte wohl einen schweren Crash mit einem Auto.
- einige Kleinvögel haben wir noch erhalten. So ganz in der Übersicht habe ich es allerdings nicht mehr. Fakt ist, dass wir kaum jemals so viele Baby-Vögel aufgezogen haben wie dieses Jahr. Es scheint sich nun langsam herumzusprechen, dass die Station Möhlin die Kleinvögel inzwischen auch annimmt! Schön! Dennoch: wer einen jungen Vogel findet, sollte ihn nach Möglichkeit doch da lassen, wo er ist. Meistens schauen die Eltern nämlich schon.
Juli:
- ein Mann rief an, er habe eine Spyre zu Hause. Sie hing an einem Schnürchen der Hauswand runter (am Hals umwickelt) er hat sie befreit und hat sie nun seit 3 Tagen. Auf meine Frage, was er denn füttere: Cervelat! Na prima. Was salzigeres und fettigeres hätte er kaum finden können. Klar, die Leute wissen es nicht besser. Ich habe dem kleinen (fast ausgwachsenes Tier) zuerst kaum Chancen gegeben. Er war total apathisch und dünn, sag irgendwie ausgetrpcknet aus. Also Wasser rein. Habe ihn dann wohl durchgespült, tat ihm wohl gut. Am nächsten Morgen suchte ich ihn im Nest: nichts! Mist, wo ist der Kerle hin??? Ich durchsuchte die halbe Wohnung. Nix! Sagte dann zu ihm in Gedanken: "bitte machs wie der kleine und pfeif!" So, nach wenigen Minuten höre ich es aus dem Schlafzimmer pfeifen. Lag er also unter Nupris Bettdecke. Super... Nun ist er wohl über dem Berg. Er frisst und sperrt und quietscht, es ist zu süss!!
- das Naturhistorische Museum BS ref an, sie haben eine Baby-Sypre. Hatte vor einigen Tagen schon ein geschwächtes Tier erhalten, leider ist sie dann verstorben... Gut, ich war mit Nicole unterwegs, also fuhren wir in die Stadt und holten das Baby. Ein graues Flaumnknäuel. Zu süss! Und: hält man den Finger hin, saugt es sich fest und verschluckt fast den Finger. Also doch, auch Spyren sperren! So, den kleinen habe ich nun schon ein paar Tage und er entwickelt sich prächtig!
Juni
- Jungvögel, überall, alles voll. Ich kann sie gar nicht mehr zählen. Sypren, Kohlmeisen, Distelfinken, Amseln, Spatzen... Kreuz und quer. Es ist wie immer. Viele sterben. Aber einige wenige bekommen wir durch. Da ist die Freude immer riesig.
Fakt ist aber, dass viele Menschen die Vögelchen viel zu schnell einsammeln. Oftmals ist es tatsächlich besser, die Tierchen in einen Busch zu setzen anstatt sie mitznehmen. Weil meistens sind die Eltern nicht weit weg.
Aber wir kümmern uns um alle.
- eine junge Waldohreule wurde noch gebracht. Aus Deutschland. Die entwickelt sich prächtig und nach dem was Marcel mir erzählt, scheinen unsere beiden alten (allerdings 2 Männchen) die kleine auch zu füttern.
- ein junger Wanderfalke wurde abgegeben. Ein Terzel. Nun sollten wir den dringendst auf die Auswilderung trainieren. Wanderfalken sind ja im Vergleich zu anderen Greifen, spezialisierte Jäger auf lange Distanzen und Flugangriffe. Im Vergleich: ein Bussard sitzt auf einer Warte, guckt, aha, ne Maus, stürzt runter und hat sie (oder auch nicht...). Der Wanderfalke, der geht auf 400m Höhe, sieht unter sich sein Opfer und stützt runter. Manchmal bemerken ihn die Taube. Dann gibt es Verfolgungsjagden über Kilometer. Die Taube, die ich damnals so erschöpft fand, war wohl Opfer einer solchen Jagd. So und dann ist auch jedem Menschen, der ein bisschen was in der Birne hat, klar, dass so ein Tier, vorallem ein Jungtier, was noch nie Jagen gelernt hat, nicht einfach freigelassen werden kann! Der muss Muskeln aufbauen, Trainieren. Und er kann ihm das lernen? Ein Falkner...
Mai
- nun hat auch die Saison der Jungvögel begonnen. Sandra sagte vor einigen Tagen noch, wir hatten noch gar keine Jungvögel zum Aufziehen... Super, ein paar Tage danach gings los. :-) Nebst diversen Telefonaten hatten wir auch einige Pfleglinge:
* 1x Rabenkrähe jung, ich erhielt die von einem Herrn, allerdings hatte die einen Flügel ausgrenkt und konnte nicht richtig stehen/laufen. Schweren Herzens habe ich sie dann in der Klinik einschläfern lassen
* 3 Kohlmeisen habe ich zu Sandra weitergeleitet, hatte die Frau am Telefon. Sandra übernahm die kleinen, Anfangs sah auch alles ganz toll aus, sie sperrten und frassen, das eine konnte schon fliegen---dennoch waren innert 3 Tagen alle tot!
* Dann erhielt ich fast gleichzeitig zu den Meisen einen Anruf von einer Frau mit 2 Rotschwänzchen. Das eine bereits Katzenopfer. Auch die übernahm Sandra gerne. Hmmm, klar, das Katzenopfer überlebte die Nacht nicht. Das andere ist bis heute fit und munter, hoffentlich kriegen wir es durch.
* Dann hatte ich abermals eine junge Rabenkrähe, die läuft nur rückwärts und sperrt nicht. Inzwischen ist sie in der Station und bekommt noch eine Chance, denn nun sperrt sie.
* Ebenfalls erhielt ich ein bereits fast fertig ausgewachsenes Blaumeislein, welches einen Crash in ner Scheibe hatte. Dieses habe ich gleich erlöst, da es nur auf dem Rücken lag und sich krümmte!
* die tollste Geschichte ist folgende:
Am Freitag, 22.05.09 spazierte ich mit einer Kollegin durch den Wald. Überlegte mir noch, welchen Weg? Links oder rechts? Zuerst wollte ich links, denn der rechts, so wusste ich, hört irgendwann plötzlich auf. Dennoch sind wir rechts... Nupri zeigte am Wegrand etwas an, Kylja stürzte hinzu und stach zurück. Ich ging schauen und staunte nicht schlecht, eine wunderschöne Strassentaube dort liegen sehen. Lag auf dem Bauch, atmete aber. Ich sammelte sie ein. Alles durchgecheckt, keine Verletzunge, Augen aber zu. Da sie gerade lag und keine Verkrümmungen zeigte dachte ich mir, die hat ne Chance. Also schleppte ich sie mit ins Auto. Endlich zu Hause kam sie in eine Schachtel, dort liess ich sie mal in Ruhe. Später beschloss ich, ihr eine Traubenzuckerlösung zu geben. Da die Reflexe alle funktionierten, klappte auch der Schluckreflex und sie nahm die Flüssigkeit an. Am nächsten Morgen sass sie aufrecht, war aber immer noch sehr schwach. Aber immerhin, hey, ein Fortschritt, genial! Da ich geschäftlich den ganzen Tag an die BEA in Bern musste, gab ich sie Sandra mit und abends erzählte sie mir, sie laufe und fliege... :-) Das ist doch der Hammer! Entweder stand die wegen irgendwas total unter Schock oder aber sie war bis zur Erschöpfung von einem Greif (Wanderfalke, Habicht) gejagt worden. Nun ist sie in der Station.
- inzwischen hatten wir bei den Jungstörchen einige Verluste, kein Wunder, gab es doch zum Teil heftige Gewitter mit sintflutartigen Regengüssen, die natürlich für gewisse Baby-Störche doch zu heftig waren. Dennoch sieht es immer noch ganz gut aus.
- auf Anfang Mai haben wir nun 17 Jungstörche und noch ca. 30 Eier. Könnte ein gutes Jahr werden, wenn es nun die nächsten paar Wochen nicht zu nass/kalt wird.
- so, nun wird wohl demnächst endlich mal etwas gehen in der Station. Wir haben ja schon einige Male diskutiert über die ganzen Gehege und Einrichtungen. Warum da zum Teufel überall riesige Stechpalmen und Tannen in den Gehegen stehen, die den Vögeln nun wirklich gar nichts bringen und nur einen Haufen Platz wegnehmen. Auch die Leute störten sich einige Male schon daran. Vor Monaten habe ich das mit Sandra schon mal durchgekaut und wir waren beide der Meinung, da muss was gehen. Passiert ist aber nichts. Nun habe ich da nochmals nachgegriffen, auch aus der Tatsache heraus, dass ich abermals gute Gespräche mit Leuten führte, die sich über diese Einrichtungen wunderten. Also, nochmals nachgreifen, nun wird da wohl bald was passieren. Gibt viel Arbeit, aber ich freue mich drauf! In dieser Station kann man noch einiges ändern und verbessern----zugunsten der Vögel! Und das macht halt Spass!
- die Schnee-Eule hat Eier. Die Jungen sind bereits alle an einen befreundeten Falkner versprochen. Er wird die kleinen trainieren. Und wer weiss, vielleicht spielen sie dann mal in einem Harry Potter Film mit... :-))
- auch die Steinis haben Eier. Mal schauen, was daraus wird. Auch hier habe ich schon einen Interessenten, der gerne was haben möchte.
April
- die Taube wurde inzwischen vom Besitzer, den hatte ich via Internet rausgefunden, wieder abgeholt. Hat sich gut erholt.
-. eine junge Amsel habe ich erhalten, allerdings Katzenbiss. Natürlich starb sie (wie etwa 99.999% aller Vögel, die von Katzen erwischt wurden! Liebe Katzenhalter, legt den Katzen doch einfach Glöckchen an! Das tut denen nicht weh und würde so machen Vogel schützen und retten! Oftmals erwischen Katzen nämlich nicht "nur" Amseln, sondern auch bedrohtere Vogelarten. Und es gibt so viele Katzen, die überall rumrenn, es ist echt ein Problem! Vielleicht sollte man doch auch mal ne Katzensteuer einführen. Eigentlich ne Frechheit, dass nur Hundehalter Steuern zahlen müssen...
- das Resultat der Waldohreulen-Sexung habe ich erhalten. Es ist leider ein Männchen. Nun haben wir wieder kein Paar. Schade. Werden die verletzte also weiter beobachten und dann zu angemessener Zeit wieder auswildern.
- Marcel und Margrith konnten sich nun endlich, endlich dazu überwinden, den Turmfalken "Flumy" auszuwildern! Hätte ja schon letzten Herbst passieren sollen. Ich finde es toll, dass der nun in Freiheit ist. Er ist ein Wildtier, frei geboren! Er gehört in die Wildnis, zumal er jung und stark ist! Und gemäss Angaben von Marcel flog er zielstrebig davon. Da sieht man, so hart es für uns Menschen ist, aber man sieht, wie einseitig die Beziehung doch war. Der Falke ist ein Wildtier. So hart es scheint. Ich kann aber natürlich Marcel und Margrith sehr gut verstehen, dass es ihnen schwer fiel sich von dem Tierchen zu trennen! Ginge mir ja nicht anders. Wie oft habe ich schon Jungvögel aufgezogen und dann ausgewildert. Es fiel mir jedes Mal schwer. Und bei einem Falken ist es nochmals was anderes... Aber das gehört halt auch zu unserem Job! Und genau wenn man ein Tier ja so sehr liebt, genau dann sollte man ihm auch ein Leben hinter Gitter ersparen! Freiheit, das ist das Leben für einen Vogel. Wann immer es geht, gehört er dorthin. Und das sollte unsere Aufgabe der Station sein, dies den Vögeln zu ermöglichen. Gut so! Ich bin stolz auf Marcel und Margrith! Super!
März
- ein Herr rief mich an, aus Rothenfluh, hat ne verletzte Brieftaube im Garten. Er brachte sie nach Möhlin und da Sandra sowieso grad draussen war, konnte sie sich die Taube anschauen. Anscheinend ist sie nicht so schwer verletzt, wie der Herr mir am Tel. sagte. Nun warten wir mal ab. Beringt ist sie, also werde ich mal den Besitzer herausfinden versuchen.
- gemäss Marcel wurde eine verletzte Waldohreule abgegeben. Aus Deutschland. War beim Tierarzt, scheint aber nur geschwächt zu sein. Ich hab sie selber noch nicht gesehen. Falls es ein Weibchen wäre, könnten wir sie behalten, dann hat unser Vönchen endlich wieder einen Partner. Sandra und Marcel haben sie gefangen und ein paar Federchen der Brust ausgerissen, die schicken wir nun ein...
- mit unserem Turmfalkenmännchen Kauri, den wir ja vor fast 2 Jahren als Jungtier erhalten hatten, war ich beim Tierarzt. Schon damals hatten Sandra und ich immer gesagt, bei dem stimmt am Auge was nicht. Deshalb hatten wir ihn nie ausgwildert. Nun meldete Marcel, dass das Auge sehr seltsam aussehe. Als wir es dann auch mal begutachteten war klar, dies sollte mal ein Tierarzt sehen. Also bin ich mit ihm zu Dr. Klaus. Resultat: das alles muss eine uralte Verletzung sein, das Auge ist ausgetrocknet und hat sich zurückgebildet. Laut der Dame beim Tierarzt sollte sich das nun nicht mehr verschlimmern, machen kann man da nichts. Im Gehege kann der gut so leben. Falls sich was verändern sollte, müsste man es nochmals zeigen. Rausoperieren wird nichts bringen und ist bei so einem Wildvogel zu riskant.
- den Baslerstab bericht hat inzwischen wohl fast jeder in der Gegend gesehen. Ist ganz gut geworden. Nett wäre noch gewesen, wenn der Herr dazu geschrieben hätte, dass die Storchenfotos von mir sind. Naja....
- ein toter Storch wurde gefunden. Ringnummer 797. Der stammt aus dem Jahre 06 von unserem Zaire-Horst. Todesursache unbekannt.
Februar
- der Baslerstab will wohl einen Bericht über die Störche und die Station machen. Der Herr fragte mich an wegen einiger guter Fotos der Störche. Selbstverständlich habe ich ihm einige geschickt. Mal schauen, ob daraus was wird..... :-)
- nochmals ein Katzenopfer wurde abgegeben. Eine Amsel. Auch sie musste anhand der schwerwiegenden Verletzungen gleich eingeschläfert werden!
- eine Drossel wurde abgegeben. Eine Katze hat sie erwischt. Das Tier so so schlecht aus, das wir es gleich eingeschläfert haben.
Es ist schon extrem, wieviele Vögel wir immer wieder erhalten, die von Katzen erwischt wurden. Von daher kann ich die Vogelschützer schon verstehen, dass ihnen die vielen Katzen ein Dorn im Auge sind! Ich weiss, es gibt auch viele, die haben ein Problem mit Hunden, wenn sie frei laufen und so----aber wir haben noch nie einen Vogel abgegeben bekommen, der ein Treffen mit einem Hund hatte!
- eine Frau rief Marcel an, in Rheinfelden sei ein flügellahmer Schwan. Da ich frei hatte, fuhr ich raus und zusammen mit Marcel und Margrith fuhren wir nach Rheinfelden. Beim Schwan sassen schon 2 Frauen und fütterten ihn mit Brot. Anscheinend hat nun aber eine Frau aus Deutschland (die ständig die Schwäne mit Brot stopft, gewisse Leute finden das weniger toll da, die Schwanpopulation langsam sehr gross wird und Überhand nimmt) den Vogel schon gefangen und röntgen lassen, Flügel ist nicht gebrochen aber wohl ein Nerv eingeklemmt oder so, braucht einfach Zeit zum Heilen...
- habe Mitte Februar eine Wachtel erhalten. Lief in einem Garten in Biel-Benken einer Frau zu, die sie fangen konnte. Ich hatte sie dann 2 Tage bei mir und habe sie dann Urs Baumgartner weitergeben können. Er hat schon solche und konnte sie nun integrieren. Tip Top.
Januar
- haben nun 4 unserer Winteropferbussarde ausgewildert. Die waren alle in einem guten Zustand, haben sich wieder ein bisschen Reserven angefressen und flogen auch alle wunderbar davon. Nun haben wir noch einen, das ist der, dem die Handschwinge fehlt. Den werden wir nie mehr auswildern können. Mal schauen, was wir mit dem machen.
- einer unserer Winteropferbussarde hat es nicht geschafft. Vielleicht war er krank? Die andern werden wir baldmöglichst rauslassen, zumindest diejenigen, welche gut beieinander sind. Die sind nämlich alle sehr fit und turnen durch die Volieren. Haben sonst wirklich ein Platzproblem.
- es hat eine Rabenkrähe gegeben. Zuerst hiess es, sie habe evtl einen Flügel gebrochen. Dann hiess es, sie sei unverletzt. Für mich ein guter Grund, die Sache mal genauer anzuschauen. Es ist sowieso nun abgemacht worden, dass Sandra und ich jeweils die Neuzugänge anschauen, da wir beiden da einfach am ehesten sehen, was los ist und auch entscheiden können, was gemacht werden soll.
Es ergab sich, dass ich gleich nach Möhlin fahren konnte und schaute mir die Krähe an. Flügel, das war schnell klar, die sind o.k. Aber die Störungen, die sie zeigt, haben damit zu tun, dass sie einen Crash hatte. Sie muss mit dem Kopf wo reingeknallt sein. Das rechte Auge tränt und ist trüb, etwas neben dem Auge, leicht oberhalb hat sie auch eine kleine Schnatte. Nun ist halt die Frage: Hirnerschütterung oder Schädelbruch oder sonstwas kaputt? Grundsätzlich, sollte es eine Hirnerschütterung sein, sollte eine Besserung bald ersichtlich sein... Mal abwarten.
-noch immer sind wir auf der Suche nach Futtermäusen. Unsere Quelle (Chemie) , welche uns immer gratis beliefert hatte in grossen Mengen, hat die Zucht auf Holland velegt. Nun haben wir wohl eine gute Kückenquelle, aber alle Vögel (vorallem auch Steinkäuze, Bussarde und Turmfalken) ausschliesslich mit Kücken zu füttern, gefällt mir nicht so sehr. Ist doch sehr einseitig. Nun schauen wir, dass wir eine gute Mischung hinbekommen aus Schlacht"abfällen", Mäusen, Kücken und teilweise noch Grossinsekten wie Wachsmaden, Mehlwürmer oder Zophobas.
- der Tannenhäher hat es leider doch nicht geschafft. Sandra fiel auf, dass er den Kopf immer etwas schräg hält! Und es ist so, wie sie sagte: wir haben noch nie einen Vogel durchbekommen, der den Kopf schräg hielt! Das scheint also ein gutes Indiz für eine ernste und lebensbedrohliche Störung zu sein. Wir lernen immer dazu...
- wir haben momentan sehr viele Bussarde. (5) Einer hat eine Handschwinge weg. Einfach weg. Wir waren beim Tierarzt. Der meinte, so sauber wie das gemacht wurde, war das fachmännisch gestutzt! Wer zum Teufel stutzt einen Mäusebussard??? Eigentlich müssten wir ihn einschläfern. Ziel unserer Station muss es sein, einen Vogel, sobald wie möglich wieder auszuwildern. Sollte von Anfang an klar sein, dass er nie mehr auswilderungsfähig wird, muss er eingeschläfert werden. Ausnahmen sind seltenere Arten, mit denen man züchten kann, sofern ihre Verletzungen sie nicht behindern. Der Bussard ist topfit und munter, aber der Knochen ist weg und wird nie mehr kommen... Wir müssen da wirklich eine Lösung suchen.
Die anderen Bussarde sind alle geschwächt vom Winter. Einer hat noch dicke Füsse, auch der war beim Tierarzt. Auch da konnte man nichts machen, Tendenz auf Gicht. Auswildern, sobald das Wetter mitmacht, laut Tierarzt kann der mit diesen Füssen gut überleben...
bis Ende 2008
Marcel hat mich netterweise darauf hingewiesen, dass ich hier gar nichts mehr geschrieben habe. Stimmt... Hatte zuviel anderes um die Ohren, muss aber auch sagen, dass in Sachen Pfleglinge eigentlich bis vor kurzem kaum was los war.
- mein kleiner Falke hat es leider nicht geschafft. Nach 4 Tagen, als ich dachte, er sei über dem Berg, lag er am Morgen tot in der Voliere. Ich war schon etwas geschockt. Aber nun, es ist so, wir müssen es akzeptieren. Alles hat einen Sinn. Schön für mich war, dass ich, als riesen Falkenfan, einen Turmfalken 4 Tage lang hautnah erleben durfte! Ein schönes Geschenk!
- Anruf aus der Tierklinik in Biel-Benken. Sie haben einen Vogel, Tendenz Falke. Unverletzt aber sehr geschwächt. Ich war gespannt. Als es das letzte Mal hiess ein Falke, unverletzt, war es ein Sperber mit Schädelbruch... Dieses Mal war es aber tatsächlich ein Falke. Ein wunderschönes, adultes Turmfalkenmännchen! Habe ich schon mal irgendwo auf dieser Homepage erwähnt, wie sehr ich Turmfalken liebe?! Neeeeiiinn, kann nicht sein... :-) Ich habe den kleinen nach Hause genommen. Er braucht Futter und ein bisschen Wärme. Ist wirklich unverletzt aber sehr geschwächt und dünn. Kein Wunder. Wir haben seit Tagen geschlossene Schneedecke. Dieser Falke wird wohl den Anfang machen. Da er grünlichen Kot hat, wird er wohl auch noch verwurmt sein. Wenn er etwas munterer ist, werde ich ihn noch entwurmen. Momentan ist er erstaunlich zahm und nett und frisst Rinderherzen und Mäuse.
- wir haben einen Tannenhäher erhalten. Aus dem Wallis. Er hat tatsächlich einen Flügel gebrochen, die Röntgenbilder bestätigen es. Nun trägt er ein "Pyjama", welches den Flügel fixiert. Hoffen wir, dass es gut verheilt. Ein toller Vogel!
- ich bekam einen Anruf aus Bad-Säckingen. Ein Falke sitzt auf einer Baustelle. Die Feuerwehr geht ihn nun einfangen. 1 Stunde später stand die Feuerwehr mit Kiste in der Station. Ein Blick in die Kiste, gelbe Augen starren mich an. Mich trifft fast der Schlag. Ein Habicht. Ein mächtiges Weibchen! Wow. Einen Habicht hatten wir die letzten 3 Jahre nie und noch nie hatte ich einen in der Hand. Allerdings war die Sache wenig erfreulich. Der rechte Flügel war regelrecht abgerissen! Man sah nur noch Federklumpen, Blut und gespaltene Knochen. Was immer hier passiert war, so traurig es auch ist, aber hier war nichts mehr zu retten.... Armer Habicht. Wenigstens konnten wir Dich erlösen!
- unsere weibliche Zwergohreule verstarb. Nun suchen wir wieder eine
- unsere weibliche Waldohreule, die wir vom Dälhölzli erhalten hatten, starb auch. Auch hier suchen wir wieder eine.
- es sind auch dieses Jahr etwa 12 Störche von uns (also eigentlich alle Altstörche), welche hier überwintern. Marcel hat manchmals bis zu 25 Störchen auf unserer Wiese gezählt, die meisten waren dann aber nicht von uns. Es scheint ihnen aber hier zu gefallen.
- 2 Uhus waren bei uns in den Ferien. Wunderschöne Tiere. Ihr Besitzer baute in dieser Zeit eine neue grosse Voliere. Inzwischen sind die beiden wieder zu Hause und haben ihr neues Revier erkundet.
August 08
- wieder haben wir einige tote Jungstörche zu melden. Insgesamt sind es nun 8 Stück. 2 davon wurde wohl auf der Storchenwiese von Hunden erwischt, dies meint zumindest Karl. Nun gehen Diskussionen herum, ob man dort ein Hundeverbot oder zumindest einen Leinenzwang machen soll. Naja, meine Meinung ist mal wieder hart und klar: 1.) von den Hundebesitzern ist es sicher nicht korrekt, wenn ihr Hund Störche jagt und gar tötet. Aber das hier niemand etwas sah, wundert mich doch, wir "Bünzlischweizer" sind doch sonst immer so gut darin, ständig alle Nachbarn zu beobachten und kritisieren...
2.) finde ich, wenn ein Storch, und es waren ja immer Junge von diesem Jahr, so langsam und/oder doof ist, sich von einem überfetteten Haushund erwischen zu lassen, dann hätte er es kaum bis Afrika geschafft... Die Natur ist hart---nur die Tiere, die dieser Härte trotzen können, sind in der Lage, zu überleben. Ein Haushund ist kaum eine ernstzunehmende Gefahr. Manche Tiere lernen eben nur einmal---im Todeskampf! Dafür haben hoffentlich alle anderen, welche es mitbekommen habe, etwas gelernt. So hat auch hier wieder alles einen Sinn. Der Kreislauf des Lebens. Manchmal hart, aber absolut fair.
Es ist auch normal, dass wenn so viele Jungstörche gross werden, auch wieder eine grössere Anzahl stirbt. Der Kreislauf der Natur. Die Theorie, dass die Störche zu wenig Futter finden (was bis zu einem gewissen Grad auch meine Theorie ist) wird insofern wiederlegt, dass die Pfleger behaupten, die Tiere würden zur Fütterungszeit gar nicht erscheinen. Seltsam ist es allemal. Mal schauen, was nun geht. Die Jungen sind nun auf jeden Fall gen Afrika geflogen und ich bin gespannt, wieviele von ihnen in 3 Jahren zurückkommen werden.
- unsere Waldkauze sind nun wieder auf einen Bestand von 2 Stk geschraubt worden. Nur das adulte Paar bleibt wieder hier. Die Jungen sind alle an einem guten Platz....
Juli 08
- Wir haben diverse Pfleglinge erhalten, die aber bald verstarben. Da waren ein Grünspecht, ein Grauspecht, 2 oder 3 junge Krähen. Die eine haben wir damals ausgewildert und einige Tage später wieder beim Spielplatz geholt. Total geschwächt. Sandra und ich haben sie dann gepäppelt und sie schien sich gut zu entwickeln, verstarb dann aber doch 2 Wochen später.
- Einige Störche wurden tot aufgefunden. 1 krachte in die Stromleitung der Bahn und verkohlte, 2 wurden von Bauern auf Feldern zusammengelesen. Seltsame Sache. Es sind sogar Störche, die gar nicht von uns sind, die wir auch bei den Ringableslungen in diesem Jahr bei uns nicht dabei hatten. Wo die wohl herkommen, was mit denen ist?! Vielleicht finden wir es heraus.
- Ich habe Ende Juli noch eine junge Wacholderdrossel (??) erhalten. Die ist total süss. Fliegt hier in der Lagerhalle herum und macht nur Dreck und Quatsch. Ich muss sagen, Amseln und Drossen aufziehen, darin habe ich nun langsam Erfahrung! Macht echt Spass... Dann gab es ein paar Tage nach der Drossel noch eine Elster. Verletzt am Fuss. Die hat sich aber entgegen aller böser Stimmen nun recht gut mit Zwangsfütterung erholt, der Fuss ist auch gut. Mal schauen, ob ich sie durchbringe. Sie ist halt extrem mager. bettelt aber nun doch ab und zu, wenn ich mit dem Futter komme!
Juni 08
- wir haben nun in 3 Etappen die Jungstörche beringt. Heute, am 18.06.08 hatten wir den dritten Teil. Alle sind wohlauf und nun mit den neuen, schwarzen Ringen versehen.
Mai 08
- einige Tage nach der ältesten habe ich auch die beiden anderen Amseln raugelassen. Einige Tage später sah ich die älteste und die jüngste zusammen auf der Wiese vor dem Haus. Es scheint ihnen also gut zu gehen!!!
- die älteste meiner Amseln habe ich freigelassen. Sie flog abends aus dem Fenster heraus, da ich sie nicht nochmals "verpacken" wollte. Einen Tag später, nach Feierabend, habe ich sie auf der Wiese vor dem Haus bei ihrem Abendmahl (Wurm) getroffen, mit ihr geplaudert und sie liess mich bis auf 2 meter heran. Zu süss! Meine beiden Amseln, die kleine mit der Fehlstellung am Fuss und die andere, die ich als letzte erhielt. Letztere ist topfit und auch bald "reif". Die kleine "Krüppelamsel", die sieht etwas zerzaust aus, macht sich aber auch ganz gut. Werde sie noch einige Tage behalten.
- eine junge Rabenkrähe wurde abgegeben. Sie frisst noch nicht selber ist aber auch sehr scheu. Keine Ahung, ob wir die durchbringen. Wir werden es versuchen.
- Sandra hat 3 junge Rotschwänze erhalten von Ernst. Mal schauen, ob sie die durchbringt. Sie musste sie anfangs zwangsfüttern, 2 haben es dann bald kapiert und sperren, der dritte brauchte etwas länger, sperrt nun aber auch. Juhuuu!
- inzwischen habe ich abermals eine junge Amsel erhalten, habe also nun 3 junge Amseln zu Hause, die sich alle super entwickeln. Die kleinste durfte sogar mit ins Emmental, da ich sie nicht alleine zu Hause lassen wollte, das sie noch nicht allein frisst. Die anderen beiden wurden von Sandra versorgt.
- eine Brieftaube (beringt) wurde abgegeben, unverletzt, 2 Tage später auch schon wieder vom Züchter abgeholt
- Sandra und ich haben fleissig Arbeiten mit Jungvögeln. Ich bekam eine Amsel aus Basel, die hat sich super entwickelt und kann nun bald ausgewildert werden. Sandra erhielt einen Spatz und einen Grünfink, ersterer ist nun schon frei und der Grünfink hat leider ins Gras gebissen.
Ich erhielt nun abermals eine Amsel, die hat ne Fehlstellung an den Füssen, mal schauen, wie sie sich entwickelt.
- Storchen haben wir nun 21 Junge. Und auch noch einige Eier. Mal schauen, ob die alle schlüpfen und durchkommen. Das Wetter momentan ist natürlich super, es könnte ein gutes Storchenjahr werden!
- wir haben die Steinkauze und die Schleiereule rausgelassen. Endlich. Nun gab es da aber noch Probleme. Anscheinend dürfe man gar keine Vögel auswildern. Wir haben da gar keine Bewilligung. Super! Das ist aber schlussendlich nicht unser Problem, wir machen dies seit Jahren so, schliesslich macht es doch keinen Sinn, Zuchtpaare zu haben und die Jungen dann einzuschläfern?! Das ist doch auch nicht Tierschutzkonform! Ich denke aber, dieses Problem wird sich bald lösen und ich kann mir auch nicht vorstellen, das wir wirklich keine Bewilligung haben, denn unser Präsi kriegt von Sempach ja auch laufend Ringe um Vögel zu beringen, also die werden ja im Grunde nur dann beringt, wenn man sie rauslässt, sonst macht es keinen Sinn. Ich denke, das ist alles einfach nur ein grosses Missverständnis, das sich bald klären wird!
- die Waldkauze haben defintitv 4 Junge, die nun draussen herumhängen (wortwörtlich!).
April 08
- die Steinkauze und die Schneeeule brüten jetzt auch. Bei den Falken tut sich nicht, obwohl anscheinend schon Paarungen beobachtet wurden. Die Waldohreulen rufen ab und an, sitzen aber auch beide in der Tanne. Bei den Uhus ist es schwer zu sagen, da sie meist versteckt sind, da das Weibchen aber letztens draussen umherflog, scheint da auch nichts zu sein.
- die Waldkauze haben Junge. Wieviele ist nicht genau ersichtlich, mindestens aber 2. Sie dürften wohl etwa 2 Wochen alt sein.
- 25.04.08: nach den vielen Regentagen waren wir sehr beunruhigt, betreffend der jungen Storche. Heute konnte Marcel endlich wieder eine Kontrolle machen und man staune, 13 Babystörche und 41 Eier. Also 3 Eier Verlust, das ist wenig... Wer weiss, vielleicht gibt es doch noch ein gutes Jahr?!?
- bei der Rabenkrähe mit dem verletzen Flügel, die abgegeben wurde, stellte Sandra bei einer Visite fest, das der Flügel sehr wahrscheinlich doch gebrochen war und das auch noch mehr Verletzungen vorhanden sind, als zuerst behauptet wurde. Da die eine Wunde sich bereits grün verfärbt hatte (Blutvergiftung?) und der Vogel sich auch sonst nicht extrem fit zeigte, beschloss Sandra, ihn einzuschläfern! Schade. Auch hier, wäre vielleicht doch eine von uns vor Ort gewesen und hätte den Vogel gleich angeschaut, vielleicht würde er dann noch leben.....
-17.04.08: Marcel und Margrith haben am Nachmittag, als es warm war und die Sonne schön schien, nochmals eine Kontrolle gemacht. Es hat immer noch 57 Eier, allerdings etwas anders auf den Horsten verteilt. Und 1 Junges stand kurz vor dem Schlupf!!
- 16.04.08: eine Frau rief an, aus Allschwil. Sie habe eine junge Amsel, die Katze habe sie gebracht. Seltsam! JETZT schon eine junge Amsel? Tatsächlich, es war eine junge Amsel. Aber wie es oft so ist bei Vögeln, die schon Katzenzähne/Krallen im Leibe hatte, sie überleben es meist nicht. So erging es ihr leider auch. Aber auch hier, einmal mehr---wir haben es versucht und würden es wieder tun!
- wir haben in den letzten Tagen hintereinander 2 Rabenkrähen erhalten. Die eine von einer Frau, die hatte sie schon eine Weile bei sich aufgepäppelt und kam den Vogel einige Tage später bei uns wieder holen um ihn am Fundort auszuwildern.
Einige Tage später erhielten wir nochmals eine Rabenkrähe, die hat einen defekten Flügel (wurde anscheinend von anderen Krähen attackiert) Flügel scheint aber nicht gebrochen zu sein.
- von unseren 3 ausgewilderten Turmfalken wurde ein Ring gefunden. Wir wissen allerdings noch nicht, welcher das nun ist. Die Listen haben Martin und Marcel.
- Am Samstag, 05.04.08 haben wir die zweite Horstkontrolle gemacht. Und haben noch deftig Zusammenschisse von Karl kassiert. Dabei hatten wir am Morgen mit Ernst noch geredet und er sagte mir noch klar (und das habe ich auch schriftlich), dass je mehr Kontrollen man macht, desto interessanter. Wichtig ist einfach, das der gesamte Störfaktor, als die gesamte Kontrolle, schnell von sich geht.
Nun eben, Karl hat auf jeden Fall ziemlich getobt, Ernst kam aber zur rechten Zeit gerade um die Ecke (Zufall?!) und hat dann auch nochmals Klartext geredet. Das war echt super!! Ich bin wirklich froh, das Ernst uns den Rücken deckt!
Es ist wirklich eine deutliche Sache, die Störche landen sofort wieder auf dem Horst, kaum nimmt man die Leiter weg. Diese Eier sind nicht länger als 2 Minuten unbedeckt. Und das ist wirklich kein Problem!
Und; wir haben nun tatsächlich schon 57 (!!!) Eier!! Wahnsinn... Hoffen wir nur, es wird kein nasskalter Frühling, sonst nutzen die vielen Eier auch nichts.
März 08
- 31.03.08 Marcel rief mich an und bat mich einer Frau zurückzurufen, die ein Rotkehlchen zu Hause hat und ein paar Tipps möchte. Ich rief an und wie verblieben, dass sie es vorbei bringt. Sandra liebt Rotkehlchen doch so, als informierte ich sie und fragte, ob sie das kleine nehmen wollte. Klar. Die Frau kam dann auch und brachte----einen männlichen Buchfink. :-) Ok. ist ja nicht ganz unrealistisch, die haben auch eine ziemlich rote Brust.
Der Vogel zeigte ähnliche Sympthome wie der Star, mit dem Unterschied, das er fliegen konnte. Leider haben uns inzwischen beide verlassen.
Der Star verstarb am 02.04.08 in der Lagerhalle und der Buchfink wurde am 05.04. in der Station eingeschläfert.
- 30.03.08: der kleine, kranke Star hat die Nacht bei mir überlebt! Man staune. Er frisst und trinkt immer noch wie ein Weltmeister, kann es auch brauchen, er ist recht dünn. Wäre wirklich schön, wenn er durchkäme!!!
- Wir haben am 29.03.08 die erste Horstkontrolle gemacht. Im ganzen bis jetzt 35 Eier, das ist wirklich toll. Und es wird auf jeden Fall noch mehr geben. Und wenn nur die Hälfte der Jungen durchkommt, dann haben wir schon ein super Jahr. Erstaunlicherweise ist es auch ganz toll zu sehen, wie die meisten Störche, die ja auch alte Hasen sind, die Horstkontrollen sehr gelassen nehmen. Sie fliegen einige Meter auf die Wiese und kaum nimmt man die Leiter weg, kommen sie auch schon wieder angeflogen. Auch wenn man am benachbarten Horst rumklettert, sitzen die anderen schon wieder auf dem Horst.
- ebenfalls am 29.03.0 haben wir einen Staren erhalten. Der Vogel ist geistig super fit, er will leben. Leider hat er Koordinationsstörungen. Er kann nicht auf einem Ast sitzen, kippt immer und liegt dann wie in den Comics auf dem Rücken, Füsse in der Luft. Als wir so am Käfig kauerten, habe ich den Vogel dann mal an den Futternapf gestützt und was macht der? Pickt einen Mehlwurm nach dem anderen runter... War ja genial! Dann habe ich ihn in die Hand genommen, vor dem Wasserbecken wieder abgesetzt und dort auch gestützt und schon trank er. Der hat wirklich gemerkt, das wir ihm helfen wollen. Sonst sind Tiere, Wildtiere, wenn man sie anfasst ja meist panisch oder verharren reglos. Aber dieser Vogel hat die Hilfe richtig angenommen. Zu süss. Abends habe ich ihn dann mitgenommen. Habe mehr Möglichkeit, ihn zu Hause zu füttern und zu überwachen als in der Station. Mal schauen, ob er durchkommt...
- Martin Hohermuth brachte einen männlichen Turmfalken. Keine äusseren Verletzungen aber ganz schwach, konnte kaum mehr sitzen. Ein wunderschönes Tier, mir tat es in der Seele weh, ihn so schwach in den Händen zu halten und wenige Stunden dann tot zu sehen. Er wurde wohl vergiftet. Armer Kerl, armes Faulki. Mitakuye oyasin!
- der Kolkrabe , der nun seit etwa 1 Monat in der Freiheit ist, wurde in den letzten Tagen vermehrt von Walti Brogli gesichtet. Dort hatten wir ihn auch ausgwildert und laut Brogli sei er recht dreist, habe Anschluss an die anderen und sehe super aus, ausser eben dem lahmen Fuss! Das ist doch herrlich... :-)
- am 15. März haben wir unsere 3 Turmfalken (die Geschwister, die wir damals von Walti erhalten haben, ausgewildert. Einige Tage vorher haben wir alle 5 gefangen und dann ein passendes Weibchen für Kauri aussortiert, alle wurden beringt und die anderen 3 haben wir dann in ein anderes Gehege gebracht, damit dann bei der erneuten Fangaktion für die Auswilderung nicht wieder alle gestresst werden. Kauri hat nun also sein Mädel, das hat sich lustig ergeben, das ist nämlich die Flügellahme, die wir auch vor Monaten erhalten hatten. So sind nun die beiden "Behinderten" (Kauri = Schnabel und Auge, Weibchen = Flügel) zusammen und die 3 Jungen von Walti sind draussen.
Januar / Februar 08
- der Kolkrabe (meiner Vermutung nach eine Dame) wurde endlich ausgewildert. Wir hatten sie vor fast einem Jahr mit Vergiftungserscheinungen erhalten. Sie sah lange nicht so gut aus und viele böse Zungen behaupteten, der Vogel komme nicht durch. Er hat sich aber erholt, wurde dann einem Züchter versprochen, war dann aber plötzlich derart nervös, das Sandra, Marcel und ich beschlossen, ihn doch auszuwildern---trotz verkrüppeltem Fuss. Es war eine spannende Action, das wehrhafte Tier zu fangen. Im Auto dachten wir, der Vogel fliegt mit der Schachtel davon! :-) Endlich auf dem Feld flog er davon wie ein Pfeil!! Machs gut, schwarzer Bruder (oder Schwester?), geniess Deine Freiheit! Du warst lange genug hinter Gitter!
Der Hammer der Geschichte: 2 Wochen später traf Sandra "unseren" schwarzen Freund wieder an. Er/Sie flog mit einem anderen Kolkraben über Sandra's Kopf. Deutlich zu erkennen an dem kaputten Fuss! Und, es scheint dem Vogel wirklich blendend zu gehen. Dies erfeut doch unser Herz! Alles Gute!!
- unsere beiden "Krüppel", die Dauerpfleglinge, Bussard und Sperber, wurden nun endlich eingeschläfert. Sie hatten beide einen falsch zusammengewachsenen Flügelbruch und hätten nie mehr ausgewildert werden können. Vorallem der Bussard war sehr nervös und befand sich im Dauerstress. Es war sicher für beide eine Erlösung!
- von den 4 Steinkauzen, die wir aus dem Tessin erhielten, sind bereits 2 tot. Befund: Luftröhrenwürmer! Tolle Sache. Bringen die uns kranke Tiere. Das kann nicht sein. Wir haben wieder was gelernt: in Zukunft werden Vögel bei denen wir die Herkunft nicht genau kenne, erstmal separiert, Kotproben genommen, eingeschickt und erst wenn das o.k. kommt zu den anderen gelassen. Einer der ehemals vier Stück ist ziemlich angeschlagen, ist nun in der Quarantäne und wird "gepäppelt". Bis jetzt gehts im recht gut, es besteht eine gute Chance, dass wir ihn durchbringen.
- Martin hat mit einem Herrn ein neues Projekt angefangen. Steinkäuze sollen besendert werden um zu verfolgen, wohin sie nach der Freilassung gehen und wie lange (falls...) sie in der freien Wildbahn überleben. An unseren jungen Kauzen in der Station sollen diese Sender auf ihre Stabilität und Haltbarkeit gestestet werden. Da bin ich mir ja mal gespannt...
- wir hatten mit 3 Herren (Akademikern, wie Marcel immer so schön sagt...) aus dem Vorstand ein Gespräch, wie die Zukunft der Station aussieht und wie die Zusammenarbeit aussehen soll. Wir haben den Herren auch klargemacht, dass wir weiterhin ziemlich autonom arbeiten möchten und nicht ständig jemanden im Rücken, der uns laufenend kontrolliert, "drischnurrt" und Vorschriften macht. Sie haben das ganz gut angenommen, mal schauen, wie es nun läuft.
Dezember
- so, wir haben es nun durchgezogen und die beiden Kauze ausgewildert! Das Wetter war einige Tage mild gemolden, Boden nicht gefroren, also ein idealer Zeitpunkt. Zumal die Balz der Kauze ja auch bald beginnt und unsere 2 so noch die Chance erhalten, Revier und Partner zu finden. Die beiden waren auch wirklich in einem guten Zustand und flogen im Wald super davon!
Allerdings, es kam, wie es kommen musste---an der nächsten Sitzung wurden wir von den Pflegern (vorallem von einem...AH) nach Strich und Faden zusammengemotzt, warum wir die Kauze rausgelassen hatten, das gehe doch nicht, die müsse man bis im Fühling behalten... Quatsch mit Sauce. Wir haben ihm dann klar unsere Argumente aufgezählt und schliesslich siegte wohl das Wissen um unsere Kompetenz.
Ja, wir werden uns als Leiter der Station auf jeden Fall noch durchsetzen müssen!!!
- die beiden Waldkauze, die wir vor einiger Zeit erhielten, haben sich sehr gut erholt und wären meiner Meinung nach bereit zum Auswildern. Nun müssen wir aber, (gemäss einem Herrn, der immer alles besser weiss, als wir drei, Marcel und Sandra Ihr wisst, von wem ich rede...) warten, bis das Wetter mal einige Tage etwas milder wird (keine Ahnung, was das bringen soll, es friert ja so oder so wieder, das sind Wildtiere, die kennen ja den Winter!)
Nun gut, sei es wie's will, auch da werden wir wohl, als Leitung der Station noch arbeiten und uns durchsetzen müssen, denn ich fnde es einfach nicht sinnvoll, verletzte Vögel, die wir erhalten, länger als unbedingt nötig in Gefangeschaft zu behalten! Da stimmt mir auch jeder Tierarzt und Tierschützer zu... Wenn eine Eule den Winter nicht überlebt, weil der Boden gefroren ist und sie keine Mäuse findet, ist das nun mal der Lauf der Natur, es bringt nichts, die in Gefangenschaft zu behalten. Es ist ein Wildtier. Und wir haben kein Recht, dieses Tier einfach einzusperren. Pflegen ja. Aber sobald es gesund ist, gehört es wieder in die Natur. Und die beiden Eulen sind schon lange wieder gesund!
- es sind 4 neue Steinkauze eingetroffen, sie kommen aus dem Tessin. Wir werden sie zur Zucht verwenden (1 Weibchen) und die anderen wohl über kurz oder lang ins Wiederansiedlungsprojekt involvieren, sprich: Auswildern.
Was uns (Sandra, Marcel und mir) zu schaffen macht im Moment ist die Tatsache, das unsere nun übernommene Leitung der Station nicht von allen akzeptiert wird! Dies ist eine sehr traurige Tatsache, die wir aber alle kommen sahen! Es geht um einen Mann, der uns das Leben etwas schwer macht und nun versucht, das ganze Konzept auf den Kopf zu stellen. Ernst hat dies aber vorausgesehen und klar gesagt, wir sollen uns nicht unterkriegen lasen! Haben wir auch nicht vor: es gibt nur eine Lösung. Entweder, es läuft wie bisher, das die Station autonom ist und wir drei die Entscheidungen treffen können, so wie Ernst es vorher gemacht hat. Sollte dies nicht funktionieren, sollten wir uns ständig dreinreden lassen müssen, werden wir die Aktion abbrechen und die Leitung wieder abgegen. So einfach ist das.... Es gibt immer Menschen, die alles besser wissen! Gut, dann sollen sie es auch selber machen! Ich bin gespannt, wie das hier weitergeht.
- ich war heute am 24. Dez. seit langem das 1. Mal wieder in der Station. Marcel hat mir den kleinen, blinden (nicht wirklich...) Falken Kauri gezeigt. Gut, ich kenne ihn ja, habe ihn sofort erkannt. Aber Marcel geht jeden Tag zu ihm und gibt ihm Extra-Mäuse---aber nur, wenn er auf die Hand kommt! Und er kam! Unglaublich, aber der Falke kennt wirklich schon seinen Namen und reagiert auf Marcel! Er ist total vertraut und lässt sich streicheln. Der kleine ist zu süss! Als ich so am Boden kauerte, kam er auf mich zugehüpft, setzte sich auf den Baumstamm vor mir und guckte total frech. :-))) Ich finds super. Schon lange faszinieren mich Turmfalken. Aber nun einen in der Station zu haben, der mir auf den Arm kommt. Das ist einfach der Oberhammer!!!!! Was für ein schönes Weihnachtsgeschenk! Danke Kauri (so hat Marcel den kleinen genannt: Kauri = isländisch, >die Harfe des Windes, der Wind<) und danke Marcel

- ein Sperberweibchen wurde abgegeben. War allerdings am 2. Tag tot. Was sie wohl hatte?
- Marcel hat seine erste Pflegersitzung geleitet. Er hat die Aufgabe mit Bravour gemeistert, Kompliment! In Zukunft wird es seine Aufgabe sein, die Pfleger zu "verwalten".
Ebenfalls ist Marcel dafür besorgt, den kleinen "Blinden" Falken, zahm zu behalten. So geht er nun täglich hin, nimmt ihn auf den Arm und füttert ihn. Finde ich genial. Und was mich auch einmal mehr fasziniert: sämtliche Menschen, die zu mir Kontakt haben, kriegen plötzlich eine Faszination auf Falken! Woran das liegen mag?? :-))))))
- wir haben 2 Waldkauze (nicht Schleiereulen!!!) erhalten. Die eine ist angeschlagen (wortwörtlich, hat wohl ein Auto getroffen---am Körper), die andere hatte die Lektion: verstricke Dich nicht in Zäunen, da kommt man alleine nicht mehr raus. Die Beine mussten leiden, alles geschürft. Da wir sowieso den Wanderfalken nochmals zum TA bringen müssen, werden wir auch die eine Eule noch mitnehmen
- ein Rotmilan wurde abgegeben. Verstarb dann aber leider. Ein wunderschönes, grosses Weibchen
Oktober
- 13.10.07 heute haben wir die Falken gezügelt. Endlich!! Die Hühner sind nicht mehr da und die 5 Falken kamen nun ins grössere Gehege. Marcel und ich haben alle gefangen und schnell durchgecheckt, sehen alle sehr gut aus. Das "Blinde" Fälkchen ist sicher ein Männchen, bei den anderen sieht man es wirklich noch zu wenig. Es war herrlich, die 5 Kerle im neuen Gehege rumfliegen zu sehen. Die hatten richtig Spass!!!
Danach haben wir noch Isabelle Ledermann in Eiken besucht. Sie hat viele Vögel, privat, bei ihr haben wir 1 Paar Steinkauze geholt. Ein sehr interessanter Kontakt, eine Frau, die wirklich viel weiss. Allerdings ist sie mehr auf Enten und Wasservögel fixiert.
- nun ist es offziell: Marcel, Sandra und ich, übernehmen die Leitung der Storchenstation! Ernst, der das alles schon jahrelang macht und nun wirklich endlich mal ein bisschen Freizeit gebrauchen kann, möchte das Leben noch ein bisschen geniessen und das tun, was er grad Lust hat und nicht immer durch die Pflichten in der Station "gefesselt" sein. Meiner Meinung nach eine vernünftige Entscheidung, die ich zu 100% verstehe und unterstütze!
Nun, auf uns 3 kommt nun einiges zu. Marcel, als Nachbar der Station, wir vorallem anwesend sein. Er wird die Pfleger betreuen, Dienstpläne machen, einfach schauen, das vor Ort alles richtig läuft. Sandra hat natürlich weiterhin den Garten, den sie sauber und anständig aussehend halten muss, dazu führt sie noch die Kasse. Und ich, ich mache das, was ich meist tue, bin die "Stille im Hintergrund", führe die ganzen Statistiken über die Störche, mache Listen und Auswertungen, Korrespondenz und und und. Auch die Patenschaften habe ich übernommen, wer also eine Patenschaft für einen Vogel übernehmen möchte, ist bei mir an der richtigen Adresse...
August/September
- und die ganz neuen News: in der Station wird sich in den nächsten Monaten einiges verändern!!! Das hat mit Sandra, Marcel, Ernst und mir zu tun. Mehr dann aber erst, wenn alles "offiziell" ist... Sicher ist: wir 3 (Sandra, Marcel und ich) werden kaum noch Freizeit haben.... :-)))
- wir haben eine junge Schleiereule!!! Es ist kaum zu glauben. Die haben ganz spät noch zu brüten begonnen und haben nun promt noch ein Junges. Scheint sich sehr gut zu entwickeln.
- die 3 Seidenhühner habe ich an Günther Kolb abgegeben. Der hat schon eine Seidenhuhnmannschaft auf dem Hof und da wir ja eh Hühner abbauen möchten, sind wir froh, für die 3 ein neues, schönes Zuhause gefunden zu haben.
- der "wilde" Steinkauz ist laut Aussagen von Martin Hohermuth, eines seiner Weibchen. Nun, einen roten Ring hat er (entschuldigung, SIE) auf jeden Fall am Fuss.

- die Federprobe (mit Haut) der Falken wurde vor einiger Zeit schon eingeschickt, in der Datenbank sind aber noch keine Einträge, die sehen nun zwar, das es 1:2 ist, aber ob 2 Männlein und 1 Weiblein oder umgekehrt, das ist nicht klar. Nun müssen wir warten, wie sich das alles entwickelt, bis anhand der Federn das Geschlecht klar ist. Unter Umständen haben wir dann sogar 2 Paare. Wenn der Flügellahme und der Blinde beides Männlein sind, dann brauchen wir noch 2 Weiblein... :-))) Juheeee, viele, viele kleine Faulkis... :-)))
- ein junger Turmfalke (Männchen) wurde abgegeben. Der kleine ist sowas von knuddelig und total zahm! Sitzt auf der Schulter. Karl hatte ihn eine Weile bei sich, der Vogel frisst nicht, muss richtig zwangsgefüttert werden. Ernst meinte, der sei einem Falkner abgehauen. Das kann ich mir nicht vorstellen, weil dann würde er das Futter doch aus der Hand nehmen und selber fressen?! Die These von Sandra und mir ist, das der aufgezogen wurde, immer gestopft wurde und dann raus kam. Inzwischen haben wir ihn zu den anderen Falken gesperrt und nun frisst er auch alleine. Sandra meinte zuerst noch, er sei blind. Dies scheint nun aber doch nicht so, da er auch fliegt. Sicher werden wir ihn behalten, als Dauerpatienten!
- ein Wanderfalke wurde abgegeben. Eine absolute Seltenheit!!! Ein junges Weibchen. Sie hat nen Flügel gebrochen und wurde von Tierarzt Klaus in Liestal zusammengeflickt. Gottseidank haben Sandra und ich das nun endlich durchsetzen können, das wir Vögel zum Tierarzt bringen. Haben wir vorher nie gemacht!!! Beim WF könnte es die letzte Chance sein. Wild ist sie, die Dame, sehr wild. Der Flügel ist nun arretiert, nun können wir nur noch warten, wie das alles heilt...

Juni/Juli
- ein Steinkauzweibchen aus Gehege 1 ist in Sandras und meiner Hand gestorben! Die sass einfach am Boden, wir dachten, da stimmt was nicht. Haben sie rausgenommen, atmete ganz schwer, wand sich in Krämpfen---und starb dann in der Hand! Sicher wieder verwurmt!!! Warum müssen die immer so verwurmt sein!? Habe dann gleich in der Klinik Leimental ein Pulver geholt und einige Tage später haben Ernst, Sandra und ich alle entwurmt.
Das übriggebliebene Männchen haben wir an Walti Benz, Wettingen, abgegeben. Der hat nun auch ein Paar.
- bei Walti Benz in Wettingen haben wir 3 junge Turmfalken geholt. Wir haben ja nun einen Turmfalken, der einen verletzten Flügel hat. Und den werden wir wohl behalten. Also möchten aus ihm und einem der jungen ein Pärchen bekommen. Dazu müssen sie aber gesext werden.
- ein Turmfalke wurde abgegeben. Verletzter Flügel.
- gleichzeitig mit der Spyre kam noch eine Amsel, die habe ich auch mitgenommen. Sie wurde von einer Katze erwischt und ist auch leicht verletzt. Sieht interessant aus... :-)) Ich behalte sie im grossen Käifg zu Hause. Bis jetzt macht sie sich gut. Sie sitzt auf den Aesten und guckt ganz frech. Wenn alles gut geht (wenn sie die 1. Nacht überlebt!) behalte ich sie wohl noch ein paar Tage und lasse sie dann frei.
- der Pfleger Marcel hat nun auch Internet. Da wir nun fast täglich Mailkontakt haben, weiss ich besser Bescheid, was in der Station abgeht. Finde ich prima!
In einer Sitzung wurde auch beschlossen, das in Zukunft im Telefonbuch unter Storchenstation die Nummer von Marcel, Ernst und mir drin stehen (nicht mehr Ernst und Karl wie bisher). Das finde ich super!!! Natürlich kann man mich auch jetzt schon kontaktieren, wenn man einen Vogel gefunden hat! :-)
- eine erwachsene Spyre wurde abgegeben. Ich habe sie mitgenommen. Nach einigen Stunden Aufenthalt im Käfig und 2x Zwangsfüttern (Heimchen) habe ich sie gegen Abend, als alle anderen Spyren riefen, zum Fenster raus "geworfen". Sie flog ab wie ein Pfeil! Alles Gute, kleiner Freund!!!
- eine junge Krähe haben wir in der Station. Falls sie jemand will, soll er sich melden! Die Pfleger sind nach wie vor der Meinung, dass eine Handaufzucht in der Natur von den wilden Krähen umgebracht wird. Ich kenne Beispiele von solchen, die sich erfolgreich in einen Schwarm integrierten!! Wie dem auch sein...
- ein kleiner Vogel wurde abgegeben. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen kleinen Grauschnäpper handelt. Zu süss der kleine. Ich nehme ihn mit, der bettelt toll und frisst auch super. Leider ist er am 2. Tag ins Wasser gestürzt und hat im Futter gebadet. Alles war verklebt, der ganze Vogel ein einziger Klumpen. Ich hatte ihn lange in der Hand, Andrea hat sogar extra zu Hause noch Wärmekissen geholt und oh Wunder, der kleine begann nach 4 Stunden auch wieder fit zu werden. Dies dauerte aber leider auch nur wenige Stunden und abends legte er sich dann auf den Rücken. Armer kleiner Kerl. Singvögel aufziehen ist einfach unglaublich schwierig.
- immer wieder werden Spyren (Mauersegler) abgegeben. Leider muss man sie zwangsfüttern. Am besten, so habe ich mich erkundet, sind Heimchen. Leider sterben dennoch viele dieser wunderschönen Vögel! Wer jemals einen Mauersegler findet, soll bitte versuchen, ihn in die Luft zu werfen! Meist fliegen sie dann wieder. Wenn diese langflügligen Luftatlethen am Boden landen, kommen sie wegen ihrer kurzen Füsse kaum mehr selber hoch. Ein gesunder und kräftger Mauersegler landet auch nicht am Boden aber grad viele Junge, stürzen bei den ersten Flügen ab.
- den Jungstörchen macht das nasskalte Wetter sehr zu schaffen! Viele sind gestorben, wir haben nun noch 17 Junge (von ursprünglich mal über 40 Eiern!).
Mai
- die Storche haben Junge. Einige sind schon sehr gross. 2 unberingte Storche wurden unter der gleichen Leitung tot gefunden. Wir wissen (da sie unberingt sind) nicht, wo sie hingehören. Aus dem einen Horst wurden Junge rausgeschmissen, wir dachten zuerst, einer der unberingten gehöre dazu. War aber nicht der Fall, denn inzwischen wurden beide Eltern wieder gesichtet. Muss also einen anderen Grund gegeben haben, dass die Jungen dort rausgeschmissen wurden.
- der wilde Steinkauz geistert immer noch rum. Er ist recht zutraulich, er sitzt manchmal auf einem Balken und guckt dem Treiben zu. Scheint wirklich einen Partner zu suchen.
- Die Schleiereulen haben gebrütet, es scheint aber einmal mehr, dass es nichts wird, denn Junge hat es keine und brüten tun sie auch nicht mehr. Es scheint mir, als wäre es ein Ding der Unmöglichkeit, in unserer Station Schleiereulen zu züchten.
- 3 junge Steinkauze (eventuell mehr) haben wir. Mal schauen, wieviele dieses Jahr überleben....
- 3 junge Waldkauze haben wir. Wie jedes Jahr, klein, dick, flauschig und grau... :-) Zu süss. Die Eltern sind auf der Hut---wir auch, wenn wir ins Gehege gehen... :-)
- Die Schnee-Eulen sind auch wieder am Brüten. Eventuell sind jetzt (Anfang Juni) auch Junge da. Wir hörten letztens was aus dem Gehege. Natürlich verlieren sie jetzt auch Federn, die man nur unter halber Lebensgefahr holen kann, da das Männchen einen anfliegt!
- Die Mauser grundsätzlich hat begonnen. Der Milan mausert, die Uhus haben nun auch begonnen, die Falken, Steinkauz, Bussard... Jetzt beginnt die spannendende Zeit wieder für Sandra und mich.
März:
- Ein Steinkauz treibt sich in der Station rum. Ein Wilder!!! Ohne Ring. Immer wieder kommt er und sitzt in der Birke. Dann ruft er (am hellen Tag) und aus allen Gehegen kommt Antwort. Klingt genial. 2 Junge von uns hat Ernst nun auch rausgelassen, in der Hoffnung, das sich da vielleicht ein Pärchen findet.
- Zwergwachteln liefen immer 4 Stk im Gehege rum. Nun wollte der Herr Präsident diese süssen kleinen Vögelchen nicht mehr und so sollten sie eingeschläfert werden... Einmal mehr nicht im Sinne von Sandra und mir, auch Freddy, der eine Pfleger, fand das nicht recht. So hat er das Pärchen mitgenommen, die beiden übrig gebliebenen Männchen hat Sandra mitgenommen. In einer Nacht und Nebelaktion wurde ihre 5 Lemmingmänner im Terrarium zu mir umgesiedelt und nun weilen im super eingerichteten Terrarium die Wachteln. Es geht ihnen hier gut!
- Die Storchenstation hat von einem Frauenverein eine super grosszügige Spende erhalten: 10'000.--! Wahnsinn!!! Vielen Dank!!!
Januar:
- Wir haben einen Bussard bekommen. Er ist total abgemagert und hat eine Verletzung am Auge. Haben ihm dann eine Maus verfüttert, mal schauen, ob wir ihn durchbringen.
- habe von der Andrea (Kollegin von Patsy) eine Taube bekommen. Stadttaube. Hatte ne Delle am Kopf, hatte wohl ne Bruchlandung. Habe sie in der Station ins Gehege gestellt und einen Zettel geschrieben, da die Vogelliste nicht zu finden war.... Inzwischen ist die Taube wieder frei. Hat sich gut erholt.
Es ist auch sonst einiges anders in der Station. Die Frau vom Leiter Ernst ist nach langer Krankheit gestorben. Demnach hat Ernst natürlich viel anderes um die Ohren. Ansonsten, immer wieder ist ein Pfleger krank, klar, sind alles ältere Männer. Karl, der ja eigentlich "Sandra's Liebling" ist und mit dem wir uns gut verstehen, ist momentan auch sehr seltsam, taucht kaum mehr in der Station auf, wenn er mal da ist, verhält er sich recht trocken, manchmal fast launisch. Die neuste Macke ist, das er die Hunde anscheinend nicht mehr will. Haben sie immer ins Aufenthaltsräumchen genommen, da liegen die brav. Nun dürfen wir sie plötzlich nicht mehr da rein nehmen. Anscheinend wegen der Haare. Hallo??? Die durften jetzt fast 2 Jahre immer rein und wir haben ja ab und an gewischt. Was soll das?! Er behauptet zwar, es würden sich einige dran stören, Fakt ist aber, das nur er sich stört. Kann es sein, das in einer Storchenstation, wo es ja um Tiere geht, die Leute ein Problem mit Hunden haben?! Ich frage mich manchmal, ob wir da im falschen Film sind!
Ausserdem: momentan laufen viele Dinge aus dem Ruder. Ich glaube, es wäre gut, wenn Ernst mal anfangen würde, mir mehr Arbeiten zu übergeben, denn ihm ist es zuviel! Sonst ist diese Station zum Sterben verurteilt......
November:
immer wieder sterben uns Steinkäuze. Nun wurde mal einer eingeschickt zur Untersuchung. Die haben Wurmbefall! Nun müssen alle entwurmt werden. Eine lustige Sache, die Sandra und ich mit Ernst zusammen erledigt haben. Alle Kauzis waren ganz brav. :-)
- Im Gespräch ist momentan, ob unser Uhumännchen (Kola) eingetauscht werden soll. Der tauge nichts zur Zucht, balzt nicht mit den Weibchen... Hmm, keine Ahung warum. Vielleicht sind ihm 2 Weibchen zuviel!? Was ich ne schlechte Idee finde, ist ihn einzuschläfern! Kann doch nicht sein, das man einen Vogel, den man nicht mehr "brauchen kann" einfach aus dem Weg schafft!? Sollte er wirklich gegen ein anderes Männchen eingetauscht werden, dann muss er an ein schönes Plätzchen kommen---und dafür werde ich schon sorgen. Sicher mit Hilfe von Sandra! Wenn, dann würde ich ihn noch eher auswildern, obwohl Ernst sagt, das sei nicht möglich, der sei zu zahm... Naja gut, mag sein. Aber wenn man den wo auswildert, in ein unwirkliches Gebiet, wo er selten Menschen trifft, wird er sicher auch wieder wilder---das ist meine Meinung. Aber egal.
September
- letztens hatten wir Sitzung. Immer einmal im Monat, der erste Montag ist Pflegersitzung. Sandra und ich sollen da nun auch immer dabei sein. Das ist schön.... Freut uns natürlich sehr!
So, die Sitzung war an und für sich ganz nett, ein Punkt störte mich aber ganz gewaltig: die Schnee Eulen, die ja nebst den 3 Uhus, die grössten Vögel in der Station sind, haben momentan 2 Junge und bewohnen eines der grösseren Gehege. Zum Glück. Da haben sie es sehr schön, können auch ein bisschen ausweichen und die Jungen können auch Flugübungen machen. Doch nun war das Thema: Gehegeeinteilung. Wie wird die in Zukunft sein? 1. Punkt waren grad mal die Schnee Eulen. Karl meinte, lassen wo sie sind, die haben es gut. Der Meinung waren einige andere auch, bis dann einer anfing, von wegen, "aber die Leute suchen sie immer im, Gehege wo sie vorher waren". Was für ein Grund!!! Lächerlich! Habe ich dann auch gesagt! Die Leute sollen die Augen auf machen, dann sehen sie die Eulen 2 Gehege weiter hinten! Und man sieht sie dort sogar besser... Dann gings weiter, die Schnee Eulen seien aggressiv und wenn man die Käuze füttern will, muss man nun immer durch das SE Gehege und das sei ja wahnsinnig gefährlich. Oh ja, wir lagen alle schon mal blutüberströmt in dem Gehege! Und der Witz an der Sache: plötzlich waren alle dafür, die Eulen doch wieder ins alte, kleine Gehege zu zügeln, dort muss man nicht durchlaufen! Dass sie dort aber nur noch 1/3 des Platzes von jetzt haben, interessiert doch keinen....
Da kam mir einfach die Galle hoch! So eine Station ist doch etwas, wo man als Tierfreund arbeitet! Und als Tierfreund versucht man doch, zum Wohle der Tiere zu handeln! Und als echten Tierfreund hat man doch kein Problem damit, auch mal 10 meter weiter zu laufen (zum Beispiel umd die kleine Wiese rum, um von hinten ins das Gehege der Käuze zu kommen---wenn man sich, während der ganzen 2 Monate im Jahr, wo die Eulen etwas aggressiv sind, weil sie brüten, nicht durchtraut!). Aber diese Leute hier, die bringen das nicht fertig! Für mich wieder mal das typische Beispiel für den Egoismus und das Machtverhalten der Menschen---hauptsache mir gehts gut--- die Tiere, die sind doch egal! Und solche Menschen arbeiten in so einer Station---ich frage mich echt! Ich habe nichts gegen diese Männer. Die meisten mag ich wirklich sehr gerne. Aber diese Einstellung. die kann ich nicht verstehen. Und dies werde ich auch nicht akzeptieren.
Nun gut, immerhin: in das Gehege, wo die SE waren, kommen nun wenigstens unsere 3 Dauerpfleglinge, Rotmilan, Sperber und Bussard. Die haben sich bisher auch ein viel zu enges Gehege teilen müssen... Laut Reglement so einer Station, (habe ich letztens grad von Ernst zu lesen bekommen und nun auch eine Kopie gemacht!) sollten solche Vögel, die nie mehr ausgewildert werden können, eingeschläfert werden... Aber egal. Ich habe nichts dagegen, sie zu behalten. Aber ich habe was dagegen, wenn Tiere leiden müssen.
August
- ich war nun einige Zeit nicht mehr in der Station, da ich fast jedes Wochenende unterwegs war. Die Infos die ich habe, die gab mir Sandra:
die Waldohreule, die wir aufgezogen haben, ist anscheinend definitiv ein Männchen! Vönchen ist also ein Männchen. Da Waldi ziemlich sicher auch ein Männchen ist, kam er weg, in den Tierpark nach Bern (Dälhölzli). Dafür bekamen wir von dort eine Eule, Weibchen. Nun hoffen wir natürlich auf Nachwuchs.
Es hat nochmals einen Falken gegeben. Anscheinend einen Jungen.. Das haben die aber schon bei den anderen beiden behauptet und die beiden sind definitiv KEINE Jungvögel. Den 3. habe ich noch nicht gesehen. Mich wundert eh, wieso der eine immer noch dort ist, denn der sieht gut aus.
Sandra hatte in den letzten Wochen noch 3 neue Freunde. Ein junger Buchfink wurde abgegeben., Wie immer hiess es natürlich, "es hat keinen Sinn, weg mit dem, den kriegt man eh nicht durch". Sandra nahm ihn mit und bekam ihn super durch. Ein absolut genialer Vogel. So zahm wie der wurde habe ich noch nicht mal einen Papagei erlebt! Ein super Vögelchen. Zusammen mit dem Rotschwanz, den Sandra auch noch erhielt, liess sie ihn mitten im Wald, wo wenig Menschen sind, frei. Nachdem sie beide einige Tage lang hatte!
Einen hungen Spyr bekam sie auch noch. Er überlebte 2 Tage. Na immerhin!
Falls irgend ein Leser hier eine Idee hat, wie man Mauersegler am besten füttert, darf sich gerne melden!!!!!
Juni/Juli
- diverse junge Krähen haben wir wieder erhalten. Dies ist immer ein spezielles Thema mit diesen Vögel. Aufziehen ist nicht gut, weil sie sehr schnell frech und zahm werden, freilassen ist schwierig, weil die beiden ansässigen, die in der Nähe der Station brüten, sie dann hacken...
- 1 Schwarzmilan haben wir wieder erhalten. Der wurde aber am 8.7. von mir wieder in die Luft geworfen. Ebenso auch ein Sypr (Mauersegler). Diese Vögel sind einfach genial!!! Als ich das erste Mal einen Spyr in der Hand hatte, da war es um mich geschehen---ich hab mich verliebt.... :-)))
- 2 Falkenmädels haben wir erhalten. Der eine sieht nicht schlecht aus. Ich hoffe, das zumindest die bald wieder raus kann. Die andere, oh je, das sieht schlecht aus. Der Flügel hängt und blutet. Natürlich käme wieder mal niemand auf die Idee, die Wunde genau anzuschauen... Schon traurig. Um so mehr tut es mir weh, weil Falken, insbesondere Turmfalken ja wirklich meine absoluten Lieblinge (und auch Krafttiere!) sind. Ausserdem ist meine Name ja Falkenauge, ich stehe also schon in enger Verbindung mit den Falken... Ich hoffe wirklich das beste für die beiden kleinen!

Mai
- am 1. Mai haben Sandra und ich beide Schwarzmilane eingefangen. Den einen haben wir frei gelassen, der war wieder ganz fit! Der andere, den mussten wir leider im Gehege behalten, denn er ist noch etwas apathisch und vorallem spindeldürr! Hoffen wir, das auch er bald wieder in Freiheit ist!

April:
- (27.04.06) in der Station hat es 2 Schwarzmilane!!! Ich habe sie noch nicht selber gesehen, aber Sandra hat es gesagt... Uiiii, da werde ich morgen meinen Fotoapparat aber mitnehmen müssen.....
- die Waldkäuze haben bis jetzt 3 Junge, ich schätze, die sind etwa 1 Woche alt. Am 01.04.06 haben wir sie entdeckt.
- die ersten Horstkontrollen wurden durchgeführt. Es hat schon ein paar Eier...
März:
- na gottseidank! Wir dürfen wieder Pfleglinge aufnehmen! Zumindest Greifvögel! Habe es nun schriftlich erhalten! Das ganze hat "mein " Bussard ausgelöst... Danke!
- die meisten Störche sind nun wieder da und haben auch schon teilweise fleissig mit Horstbauen begonnnen. Auch Paarungen (Scheinpaarungen) sind schon ab und an zu beobachten.
- wir haben alle die Weisung erhalten, KEINE Pfleglinge, auch keine Greifvögel mehr aufzunehmen---wegen der Vogelgrippe! So ein Mist...
Allerdings: Ernst ist am Verhandeln mit dem Amtstierarzt. der behauptet, wir sollen nur weiter Tiere aufnehmen, das sei ja unsere Arbeit. Das meint Ernst auch, aber ohne schriftliche Genehmigung geht gar nichts---und da klemmts!
- der Ganter wurde eingeschläfert! Er hat die anderen Vögel im Gehege angefangen zu traktieren, hat auch den einen Seidenhahn getötet. Das geht natürlich nicht....
- der Nymphensittich ist gestorben! Er muss sich anscheinend im Gitter verfangen und dann selbst erdrosselt haben---armer kleiner Kerl!!!
Februar
03.02.06: Ernst erhielt einen Anruf von der Tierklinik Sonnenberg. Sie haben einen Uhu erhalten, er sei beringt, schwer verletzt und sie würden ihn einschläfern. Aber was tun mit dem Ring?! Ernst war stutzig, ein Uhu?!? Unsere 3 waren alle noch da.... Da ich auch grad in der Station war, nahm Ernst mich mit und in der Klinik sahen wir sofort, das es sich um eine Schleiereule handelte... Mensch, Mensch. Tierärzte, Fachwissen bei Tieren und erkennen keine Schleiereule? Also ich weiss schon, warum ich nur im Notfall mit meinen Tieren zum Tierarzt gehe....
Januar 06
26.01.06: es gab wieder einen neuen Patienten. Einmal mehr einen Mäusebussard, unterernährt! Ein schöner dunkler, der aber doch auch einen recht hellen Bauch hat. Sehr kontrastreich! Ich tippe auch auf ein Weibchen, denn er ist recht gross. Muss am Samstag mal Fotos machen....
- der Nymphensittich hatte eine "Verletzung". Er hatte einen Blutkiel einer nachwachsenden Feder, hatte eine blutende Kloake. Machen konnten wir da nicht viel ausser ein bisschen desinfizieren... Sandra und ich sind ums am Überlegen, ob wir mal einen 2. Nymphensittich in die Station bringen sollen!? Der Agapornis war ja noch ein Freund vom Nymphi, aber seit der tot ist, ist der Nymphi immer ganz alleine. Und Papageien sollte man ja nicht alleine halten. Platz hat es ja genug...Und Nymphis sind ja im Grunde sehr vertäglich! Fragt sich nur, ob uns dann die Pfleger umbringen.... :-) Aber es geht ja drum, die Tiere artgerecht zu halten, also!
Falls also jemand einen Nymphensittich abzugeben hat, soll er sich doch mal bei mir melden! Das Tier muss absolut nicht zahm sein!!!! sdanae@bluewin.ch
- der kleine grüne Papagei (Agapornis) den wir hatten, lag letztens tot im Gehege. So krass es klingt, aber wir vermuten, er ist erfroren!
Sandra und ich sagten schon seit einiger Zeit, dem gehts nicht so gut und als Sandra mal alleine in der Station war, war sie auch nahe dran, ihn umzusiedeln, in den Wintergarten. Warum Sandra dieses Vorhaben dann wieder aufgab, weiss ich auch nicht genau, ich war ja nicht dabei, ich glaube, es war der eine Pfleger, der meinte, das sei nicht nötig... Nun haben wir das Geschenk... Und was haben wir wieder mal gelernt? Sandra und ich sind gar nicht so schlecht! Wir sollten nur endlich mal lernen, mehr auf unsere innere Stimme zu hören und dies dann auch durchzusetzen!!!!!!!!
- es gab in den letzten Tagen gleich wieder 3 Bussarde. Der eine wurde zuerst allerdings für einen Habicht gehalten, warum ist Sandra und mir unverständlich, denn es ist eindeutig ein Bussard.
Der eine ist wunderschön: ein ganz heller, grosser! Ich denke, das muss ein Weibchen sein. Ein wunderschönes Tier!!!

Dann hat es noch 2 dunkle, kleinere, beide eher tendenz rötlich, zumindest die Steuerfedern. Alle 3 ganz schön. Der eine hat allerdings an der Unterseite des Flügels eine Verletzung, mal schauen, ob wir den durchbringen. Die anderen beiden sind einfach abgemagert.
Dezember
- der Falke ist wieder weg. Er wurde anscheinend freigelassen. Dachte ich es mir doch! Alles Gute mein kleiner Bruder, gib Sorge!!!
- Ein Falke wurde abgegeben. Ernst hat ihn anscheinend von einem Balkon geholt! Er hatte wohl kalt (der Falke...) es ist ein junges Männchen, wohl von diesem Jahr, ist körperlich fit wenn auch sehr dünn! Ich denke, er wird nun bald wieder rauskommen! Ich wünsche es ihm, es gefällt ihm nämlich gar nicht, gefangen zu sein, er ist recht wild!
- wir waren einmal mehr an der Vorstandsitzung dabei. War interessant, wenngleich auch nicht alles für Sandra und mich einleuchtend war: anscheinend gibt es 2 Typen von Steinkäuzen. Natürlich weiss kein Mensch, welchen Typen wir haben und nun müssen alles nochmals DNA getestet werden. Lustigerweise hat man aber rausgefunden, dass die beiden Typen sich ja gar nicht mischen (wie haben sie das rausgefunden...). Also warum man sie denn nicht einfach freilassen kann, das verstehe ich nicht ganz! Und wenn das mit der Analyse so lange geht, wie der Bescheid mit der Waldohreule, ob Männlein oder Weiblein, dann können wir die Käuze wohl erst in 10 Jahren auswildern.... Nun gut, sie werden schon wissen, was sie tun! Für Sandra und mich ist das zu hoch!
November
-wegen der Vogelgrippe wurde nun das Entengehege ganz abgedichtet und abgedeckt und darin befinden sich nun alle Enten und Hühnervögel. Ziemlich enge Angelegenheit. Die Enten leben leider nicht mehr.... Es wurde in einer Sitzung auch beschlossen, das alle Gehege abgedichtet werden, mit feinem Draht. Ui, da haben wir noch was vor...
Ebenso wurde auch der Vorschlag von Sandra und mir, aus den schönsten Fotos Glückwunschkarten zu verkaufen, freudig angenommen.
Wir haben auch schon alles in die Wege geleitet, es hat nun also in der Station Karten (schön bunt) mit vielen Motiven, die wir verkaufen---ein Teil des Erlöses geht natürlich an die Station!!!
Oktober 05
- die Vogelgrippe ist im Moment natürlich Thema Nr. 1! Was ich sage, sagt auch Ernst genau gleich: blöde Panikmacherei in den Medien!!!
Solange keine konkreten Weisungen von Sempach oder der Provet kommen, werden wir nichts unternehmen! Unsere Vögel haben ja alle Gitter, auch oben! Da kommen keine andern Vögel (ausser Spatzen) rein. Und die Störche können wir eh nicht einsperren! Abwarten, Tee trinken und aufpassen:
wenn die Daunenjacke anfängt zu husten, ist nicht mehr gut.... :-)
- die Küken sind nun langsam weiss und kommen immer angerannt, wenn man durchläuft! Einmal draussen, kommt man kaum rein ohne alle rauszulassen oder zu zertreten, einmal drin, kommt man nicht mehr raus----aus den selben Gründen! :-)
- Paul hat ein paar (18) gelbe Kücken übernommen.... Keine Ahnung, was aus denen wird.
- schlechte News am ersten Oktober Wochenende: der prächtige Rotmilan mit der verletzten Handschwinge, von dem wir ja dachten, er erhole sich gut, musste "eingeschläfert" werden. Karl sah, wie überall Blut lag und fand dann heraus, das sich ein Teil der Handschwinge gelöst hatte! Der Vogel muss undenkbare Schmerzen gehabt haben! Gut, ist er nun erlöst. Manchmal denke ich, Sandra und ich sollten einfach mehr die Klappe aufmachen. Von Anfang an haben wir gesagt, man müsste die Wunde mal säubern und genau anschauen... Nichts wurde gemacht.. Vielleicht hätte man ihm helfen können?!? Klar, ich will niemandem einen Vorwurf machen, wenn, dann mache ich ihr mir selber!!! Aber ich denke einfach, Sandra und ich wissen auch ein bisschen was und wenn wir mehr das sagen würden, was wir denken, dann würde das den Tieren vielleicht manchmal helfen?!
- die beiden verliebenen jungen Schnee-Eulen (Weibchen) wurde abgeholt. Kommen in Privathaltung zu einem Mann, der der Station anscheinend bekannt ist. Ein komischer Vogel. Nun gut, das spielt hier keine Rolle, auch wenn er Sandra und mir nicht sympathisch ist, das tut nichts zur Sache. Vielleicht haben es die Schnee Eulen ja dennoch gut! Ich hoffe es sehr!!!
-die beiden jungen Waldkauze sind nun auch frei.... Die Eltern hatten doch Ringe, nur hatte Karl die beim letzten Mal irgendwie nicht gesehen....
- "Pavarotti" der Hahn, hat sein Leben nun auch lassen müssen!!! Er kam ja schon relativ aggressiv zu uns, man konnte nicht ohne Waffe (Besen) ins Gehege! Zu uns (Sandra und mir) war er immer gnädig, klar, wir sind Frauen (dafür hasst uns Yuki---sie ist ein Weibchen) aber für die Pfleger wurde es immer schlimmer. Als er dann Karl einmal mehr angesprungen hatte, war das Ende vorausszusehen... War ein schönes Tier, aber um die doch schon etwas älteren Pfleger herum, geht sowas einfach nicht. (Blutverdünner und andere Handicaps)
September 05
- wir wollten die jungen Kauze auswildern. Fingen sie ein, fanden dann aber nicht heraus, welches die Alten sind, da nur ein Vogel einen Ring hat. Es sollten aber beide alten einen haben. die beiden, die Sandra und ich hielten, hatten sicher keine Ringe!
- eine Krähe wurde abgegeben. Allerdings wurde sie in der Nacht im Wärterhaus in der Schachtel vergessen und als Sandra und ich am Samstag morgen aufschlossen, erwartete uns eine schlimme Sauerei und ein unschuldig in der Ecke sitzender Rabe... Kraaaaah?!? Na danke! :-) Strolch! Aber man vergisst auch nicht einfach einen Vogel in der Schachtel... Es gibt Momente, da frage ich mich, ob die Pfleger nicht doch alle schon etwas zu alt sind.... :-))))
- die Uhus sind nun definitiv im grossen Rundgehege, da, wo die Falken waren! Suuuuupi!!! Nun endlich sehen sie die Leute und die grossen Vögel können ein bisschen fliegen! Genial!!! Karl hat die 3 Uhus nach der Freilassung der Falken gefangen und ins neue Gehege gebracht, er hat das toll gemacht! Man sieht schon, wie viel Erfahrung er hat! Also Sandra und ich trauten uns beide nicht, so einen Uhu zu tragen!!!! Soweit sind wir glaub einfach noch nicht....
- heute (22.09.05) wurden die Baumfalken frei gelassen. Keine Ahung, ob sie überleben können, haben sie doch noch nie lebende Beute gejagt. Hmm, ich drücke ihnen ganz fest die Daumen. Hoffentlich finden sie andere Falken, mit denen sie nach Afrika fliegen können und von ihnen das Jagen lernen. Und sollten sie sterben: dann können sie wenigstens als freie Vögel sterben!!! Macht es gut, kleine Freunde, von Euch habe ich wieder viel gelernt und konnte einen seltenen Vogel nicht nur von Nahem sehen, sondern ihn sogar aufziehen und ihm eine kurze Zeit zumindest Teilweise "Mutter" sein... Und dann noch in 3-facher Ausführung, es waren ja 3 Baumfalken! Wunderschöne Vögel!!!
- die kleine Waldohreule wurde nun endlich gerupft! Um sie zu sexen! Das heisst, Geschlecht bestimmen. Sieht man ja äusserlich nicht. Die Feder-Hautprobe wurde eingeschickt und alle warten gespannt auf die Resultate! Sandra, Karl und ich sagen noch immer, es müsse ein Weibchen sein!!!
- Eine Taube wurde abgegeben. Ein Zuchttier mit Federn an den Füssen. Beringt! Hatte aber eine ziemlich wüste Wunde an der Unterseite des Flügels. Ernst meint, das könne nur eine Schussverletzung sein, sonst holt sich ein Vogel an dieser Stelle keine Wunde! Die Taube war nicht gut beieinander und wurde dann am nächsten Tag vom zuständigen Pfleger erlöst!
- irgendwas stimmt einfach nicht mit den Steinkäuzen! Immer wieder sterben Jungtiere! Wir haben 5 Stück vom Dälhölzli Tierpark erhalten, 4 sind tot! Die waren zum Auswildern bestimmt! Allerdings verstehe ich auch nicht ganz, warum die noch so lange bei uns blieben, wenn sie doch ausgewildert werden sollten... Unsere Jungen sind ja auch fast alle tot! Nun haben wir eines eingeschickt, das wird nun untersucht, um die Todesursache festzustellen.
-2 Schnee-Eulen Babies wurden abgeholt. Sie gehen auf Fribourg (CH), die haben dort eine Eulen und Käuze Ausstellung, von Oktober bis irgendwann im Frühling 2006. Ist sicher noch interessant, da werden wir auch mal schauen gehen. Die 2 Jungen sind das eine Männchen und eines der Weibchen. Nun haben wir also noch 4 Schnee-Eulen
- den Falken geht es gut, jagen tun sie aber nicht! Haben allerdings schon div. Vögel (tot) zum Fressen gekriegt und die verrupfen sie gut. Ernst will sie nun freilassen, sobald wie möglich, damit sie noch mit auf den Zug können! Wenn sie sich dort anderen anschliessen, werden sie das Jagen vielleicht von denen lernen..... Allerdings will erwarten, bis das Wetter besser ist, damit sie auch eine Chance haben, Insekten zu finden.
- Die Pfleger wollen die Baumfalken nun hungern lassen, damit sie jagen lernen! Hoffentlich geht das gut! Gleichzeitig wurden nun aber Spatzenfallen aufgestellt, um Spatzen für die Falken zu fangen, da die sich ja vorallem von Vögeln und Insekten und nicht Mäusen ernähren.... Die Fallen sind sehr amüsant zum Anschauen, ob da jemals ein Vogel rein geht?! Ich bezweifle es. Ernst hatte heute jedenfalls auch kein Glück! (06.09.05)
- die Taube ist nicht mehr da.... Keine Ahung, wo sie ist. Allerdings, Paul, alias Stachi hat Dienst, das verheisst nichts Gutes.... (haben ein paar Tage später allerdings erfahren, das sie wieder freigelassen wurde! Federn fanden wir keine, als wird es wohl so sein.... :-)
August 05
27.08.05
Eine Taube wurde abgegeben, eine Brieftaube. Ganz nett, Sandra hatte sie schon auf dem Arm. Wenn es nach mir ginge, würde ich dort anrufen, auf die Nummer, die sie am Ring hat. Keine Ahung, warum das keiner tut!
Der andere Sperber ist auch gestorben. Der hatte wohl innere Verletzungen oder eine Vergiftung.
Ein Eisvogel mit verdrehtem Flügel wurde abgegeben---ist gestorben. Leider... Ein wunderschönes Tier!!!
Der Sperber und die beiden Milane sind nun alle im gleichen Gehege, bis jetzt geht das wunderbar! Die jungen Falken amüsieren sich im grossen Rundgehege, haben das Jagen aber noch nicht gelernt! Allerdings haben sie schon mal eine verletzte Schwalbgerupft und gefressen. Ich denke, die lernen das schon noch, wie ist mein Lebensmotto? Alles zu seiner Zeit und an seinem Ort! Und manche Dinge brauchen viel Zeit!
25.08.05
ein Rotmilan wurde abgeben. Er hat einen total defekten Flügel, Handschwinge rechts. Die Wunde sieht schlimm aus... Ob das heilt?! Ich frage mich auch, ob es ein erwachsenes Tier ist?! Ganz jung ist er sicher noch nicht, anhand der Federn, was Sandra und mich aber irritierte sind seine doch eher dunklen Augen. Der ganz junge hat fast schwarze Augen, der grosse, den wir vor einigen Wochen frei liessen, der hatte ganz helle Augen. Dieser hat nun was dazwischen... Hoffentlich kann der jemals wieder fliegen!!!!
20.08.05
Nochmals ein Sperber wurde abgegen. Keine sichtbaren Verletzungen, frisst aber nicht und ist dünn. Mussten ihn mit Gewalt füttern, kotzt (sorry....) aber alles wieder raus...
14.08.05
Aerger wegen den Baumfalken: Oh je... Wir haben leider in der Station ein relativ hohes Tier, welches gerne im Mittelpunkt steht und nun nichts Bessers wusste, als voller Begeisterung der Vogelwarte Sempach zu erzählen, dass wir junge Baumfalken beherbergen. Da diese Vögel doch recht bedroht sind, heisst es nun plötzlich, wir dürfen die nicht haben, haben keine Bewilligung, müssen die entweder auf Sempach geben oder an einen Falkner! Ha, was hat Sempach was wir nicht haben? Und einem Falkner? NIE! Ernst hatte uns schon erzählt, von dem Falken, den sie in der Station mal hatten, der ALLES; aber wirklich ALLES tötete, was in seiner Nähe war und sich bewegte! Sogar Artgenossen, Weibchen, während der Paarungszeit! Nicht normal sowas! Da sieht man, was in den Falknereien so abgeht... Diese Vögel werden abgerichtet, das ist abartig! Klar, ist sicher nicht überall so, aber die Geschichte ist bitter! Und ich halte viel von Ernst, was er sagt, hat einen Hintergrund! Nun, ich bin gespannt, was nun mit den Falken geschieht... Wir haben eine Bewillung, Raubvögel zu halten, zu züchten und sie zu pflegen! Also kann uns doch keiner die Falken wegnehmen....
???? ein junger Vogel wurde abgegeben. Wir begriffen überhaupt nicht, was das darstellen sollte, sicher war, das es ein Wasservogel ist. Der Verdacht Kormoran wurde aber bald wieder aufgegeben, denn der Vogel hat keine Schwimmhäute, Schliesslich stellte sich heraus, das es sich um ein junges Blesshuhn handelte... Handelte, weil es inzwischen das Zeitliche gesegnet hat!
Juli 05
31.07.05
Ein Sperber wurde abgegeben. Der sieht ganz gut aus, frisst auch schön, nur der Flügel, der ist ziemlich kaputt! Er hängt ganz runter und ist oben am Ansatz blutig... Fragt sich, ob wir den noch freilassen können... Ein schöner Vogel!
30.07.05
Neue Patienten: 2 Falken, Vermutlich Baumfalken, sie wurden in Allschwil gefunden. Und dann, man staunt, am gleichen Tag, als Sandra und ich dort arbeiteten, wurde auch gleich nochmals einer gebracht: auch aus dem Allschwiler Wald. Nun sind wohl wieder alle beisammen, Familientreffen in der Stochenstation, das ist doch klasse! Ach, die 3 sind zu süss, selbst wenn ich Falken vorher noch nicht geliebt hätte---jetzt würde ich sie lieben!!!!
Eine Krähe ist auch noch da. Aber wohl nicht mehr lange...

22.07.05
Der Schwarzmilan konnte von uns wieder in die Luft geworfen werden! Juheeee!!! Wieder einen Vogel durchgebracht, es ist einfach super!!!

Der junge Rotmilan ist immer noch da, er scheint sich ganz gut zu erholen obwohl ihm sein Fuss noch schwer zu schaffen macht. Ob der jemals wieder in die Freiheit kann?!?!

Die Rebhühner haben nun alle keine Jungen gekriegt! Ich glaube, es wäre wirklich besser, das Projekt Rebhuhn aufzugeben. Das Pärchen, das im ehemligen Uhugehege war, wurde nun auch wieder gezügelt und in dem Gehege ist nun der Rotmilan.
Eine Schleiereule wurde abgebene. Jung und ganz unterernährt! Wir haben sie nicht durchgebracht. Nun, die Federn haben wir nun zu Hause, lecker Flügel... Aber lebend mag ich sie doch lieber!!! Aber da war nichts mehr zu machen!
Die Schnee-Eulen Babies sind auch schon ganz schön gross geworden....

15.07.05
Ein Schwarzmilan wurde abgeben. Er war benommen und blutete aus dem Schnabel, ein schlechtes Zeichen. Er frass dann aber und hat sich bis jetzt schon ganz gut erholt. Ein wunderschöner Vogel... Sandras Lieblinge sind die Roten und sie sagte immer, die Schwarzen seien langweilig, die seien nicht so schön... Ich verstehe das nicht, ich finde dieses Tier einfach prächtig!!!!! Gut, Sandra hat ihn nun auch mal genau angeschaut und versteht es langsam, das dieses Tier mich genauso fasziniert, wie ein Rotmilan! :-)

13.07.05
anscheinend wurde ein neuer Pflegling abgegeben: ein junger Rotmilan! Wirklich noch jung, aus diesem Frühling. Er hatte eine Schnur ums Bein und die hat sich richtig eingeschnitten, der Vogel konnte sich kaum mehr rühren und war auch ganz mager... Nun erholt er sich langsam, aber der rechte Fuss wird sich wohl nicht mehr erholen. Die eine Kralle ist schon abgestorben und abgefallen, wie es weiter geht mit ihm, wissen wir nicht. Ob wir ihn mit dieser Behinderung je wieder frei lassen können?!?!
- 09.07.05: heute morgen war die Türe zwischen den Gehegen der Schnee-Eulen und den Käuzen leicht offen. Sandra schloss sie... Dann entdeckten wir im Gehege der Wachtel Eier. Einige waren von der Wachtel und einige vom Rebhuhn. Aber das Rebhuhn war im Gehege nebenan und ausserdem war ja das Weibchen gestorben?!? Wir nahmen die Eier raus. Dann fanden wir hinter der Hütte noch einen toten Specht! Fängt ja toll an.... Wir nahmen alles raus, zeigten es dem Pfleger. Dann wollten wir bei den Schnee-Eulen putzen gehen. Mit einem Aufschrei kam Sandra rückwärs: "scheisse, sie haben doch einen genommen!!!!" Hä? Ich verstand nur Bahnhof, wer hat was genommen?! Nun hatte tatsächlich ein Kauz sein Leben im Schnee-Eulen Gehege gelassen... OK, viele Federn, aber unter den Umständern kann ich auf die Federn verzichten, ich habe die Vögel lieber lebend! Nun, beim 2. Blick sahen wir dann, das doch noch 2 Käuze im Schnee-Eulen Gehege sassen!!! Die hatte vorher keiner gesehen!! Wir pfiffen den Pfleger und scheuchten die beiden wieder in ihr Gehege! Dann hiess es kontrollieren, ob das Opfer ein Junger oder einer der Alten war: es war (zum Glück) ein Junger... Scheisse! Dann kam auch Karl und wir erzählten ihm alles!? Er nahm es mit Fassung, danach wunderte er sich aber, warum denn Wachtel und Rebhuhn jeweils im falschen Gehege sassen... Wir trieben sie dann auch wieder zurück... Danach besprachen wir das alles. Karl hatte gestern abend keinen Kontrollrundgang gemacht. Paul meinte, er habe abends noch gesehen, das jemand in der Station im Pausenraum war. Nun fragt sich natürlich, was da genau passiert ist... Kann sein, das der Pfleger die Türe offen gelassen hat... Aber das wäre ein verdammt dummer Fehler, der nicht passieren darf!!! Die Türe geht allerdings recht leicht auf. Eventuell sind die Vögel nachts dran geflogen und sie hat sich geöffnet!? Wiederum denke ich, dann hätte das ja schon mehrmals passieren müssen, ausserdem sind Käuze sehr leicht, die können diese Türe kaum öffenen!!! War Karl noch sagte: momentan haben wir viele Tierschänder in der Gegend und je nach dem, manchmal stromern auch Jugendliche herum... Über die 1. Türe kann man leicht klettern (die ist die Haupttüre zu den Gehegen) die Gehege Türen selber sind nicht abgeschlossen... Also eigentlich ein leichtes, da rein zu kommen... Karl hat nun angeordnet, das in Zukunft IMMER ALLE Türen geschlossen werden... Was da genau passiert ist, werden wir wohl nie erfahren....
- Sandra und ich hatten ein Gespräch unter 6 Augen mit dem Chef, Ernst, von dem ich persönlich sehr viel halte! Er ist ein weiser Mensch, der ein unglaubliches Wissen hat! Natürlich weiss er auch nicht alles, aber dennoch... Ich schätze den Kontakt zu ihm sehr und es gab doch einige Dinge, die wir mal besprechen mussten! Wir hatten einen ganz tollen Abend zusammen, gute Gespräche. War wirklich gut! Uns wurde nun auch bestätigt, das wir unsere Arbeit gut machen, das wir viel Ahung von Vögeln haben als mancher andere und auch die Pfleger uns und unsere Arbeit, wie auch unser kleines Wissen sehr schätzen! Das ist super so und so macht die Arbeit wirklich Spass!
- 2 Junge Amseln wurden abgegeben. Beide recht zahm. Die eine ist quasi schon ausgwachsen, scheint aber recht schwach zu sein, frisst kaum! Die andere frisst wie ein Mähdrescher, zumindest aus der Hand. Wenn sie alleine nicht frisst und der Pfleger sich nicht die Zeit nimmt, sie zu füttern, wird sie kaum lange leben. Aber wer weiss! Singvögel sind ja eh immer riskant aufzuziehen.....
- 1 junger Spatz wurde abgegeben. Er war ganz zahm, kam angeflattert und bettelte! Wir haben ihn einmal gefüttert, danach hat ihn Paul rausgelassen. Keine Ahung, ob er noch lebt... Aber er war zu süss!
- die ganze Rebhuhngeschichte ist wohl auch zum Scheitern verurteilt! Es ist einfach nicht optimal, Rebhühner zu züchten versuchen, wenn die Infrastruktur nicht stimmt. Ich denke auch, wir sollten uns lieber auf die Pflege verletzter Tiere konzentrieren, als versuchen Hühner zu züchten, wozu wir quasi mindestens 3 Gehe komplett umbauen müssten... Inzwischen ist auch eine Henne gestorben, 2 Pärchen haben wir noch, aber es sind trotz gelegter Eier noch keine Jungen in Sicht... Naja, vielleicht besteht noch Hoffnung...
- die Steinkauzjungen sind alle gestorben. Innert kürzester Zeit, obwohl sie schon recht gross waren! Theorie von Ernst: die Pfleger gaben ihnen nur Baby Mause ohne Fell! So konnten sie kein Gewöll bilden und sind quasi an Verstopfung gestorben! Wieder haben wir alle was gelernt....
- er ist gesund und flog davon!!!! Unser Rotmilan konnte wieder freigelassen werden! Sandra und ich fingen ihn ein, schauten ihn nochmals genau an, bestimmten auch definitiv, das es ein adultes Tier ist, massen ihn noch aus (und vergassen ihn zu wiegen---danke Ernst... :-) Das nächste Mal wissen wir es... Es war wunderschön, den Roten davonfliegen zu sehen! Toll, das wir ihn druchgebracht haben!!!!
Juni 05
- Ein Rotmilan wurde abgegeben! Wurde anscheinend vergiftet! Ein wunderbares Tier!!! Für Sandra natürlich eine tolle Gelegenheit, einmal einen ihrer roten Brüder aus der Nähe zu betrachten! So wie es aussieht, kommt er wohl auch durch.... Zu schön!!

- unsere Krähe ist leider doch auch gestorben (gestorben worden--Paul hatte wohl die Nase voll...)
-ein Mauersegler wurde abgegeben. Leider sehr geschwächt, wir mussten ihn einschläfern
- eine junge Elster wurde abgegeben. Die nimmt aber einer nach Hause und zieht sie auf...
- Ein Pärchen brachte eine junge Amsel, wieder mal ein Vogelopfer! Wir haben gesagt, das wir ihr nicht viel Chancen geben---wir recht! Sie hat die Nacht nicht überlebt.
- es hat nun eine neue Krähe in der Station. Auch noch jung, aber doch schon fast erwachsen. Sie ist total süss, kommt auf den Arm geflogen, frisst aus der Hand und ist ganz zahm! Die anderen Krähen sind inzwischen alle beim Uhu gelandet... Aber was machen sie wohl mit dieser!? Sandra und ich haben gebeten, das sie nicht sterben soll....
- die kleine Walohreule frisst noch immer nicht alleine---aber dafür fliegt sie schon tapfer! Das Einfangen um sie zu füttern wird demnach immer spannender.... :-))
- die jungen Störche sind mächtig gewachsen!!! Sind schon schwarz- weiss und teilweise schon fast so gross wie die Eltern! Bisher sind meines Wissens nach erst 4 gestorben! Und die, die schon so "alt"wurden, die werden wohl schon einiges brauchen, um zu sterben!
Mai 05
- ein junger Buntspecht und eine wunderschöne, schwarz.-weisse Taube wurden noch abgegeben. Leider lebten beide auch nur wenige Tage in der Station und inzwischen hat sie das eitliche gesegnet... Nun ja, vielleicht hat auch Paul sie gesegnet....
-von den Raben lebt nur noch einer... Wahrscheinlich auch nicht mehr lange. Nun, der Uhu bedankt sich, er mag Krähen! Zum Fressen gerne....-
- ständig werden junge Raben abgegeben. Nun haben wir schon 4 Stück... Fragt sich nur, was wir machen mit ihnen, denn Rabenvögel, die bei Menschen lebten, werden von freilebenden nicht mehr akzeptiert und teilweise zu Tode gehackt... Aber nun behalten wir sie und warten ab!
- 28-05-05 die Schnee-Eule hat nun Junge! Bis jetzt 3 Stück... Sie sind noch ganz "frisch"


- Karl hat eine junge Waldohreule zum aufziehen bekommen! Ganz eine süsse! Hoffen wir, das es ein Weibchen ist, dann ist Waldi bald nicht mehr alleine. Wir werden sie sexen (Geschlechtsbestimmung durch Gentest---ander gehts nicht!) lassen, aber wann, das weiss ich nicht...

- das eine Steinkauzpärchen hat 5 Junge.
-die Rebhühner haben wir gezügelt. Das Pärchen welches bei Waldi war, ist nun in einem speziellen kleinen (sehr kleinen....) Gehege bei den Hühnern
- ein etwas angeschlagener Bussard wurde abgeben. Aber so wie es aussieht, kann er wohl bald wieder raus.
der verletzte Bussard
- am 06.05.05 hatten wir Besprechung mit einem Experten der Vogelwarte Sempach! Es war sehr interessant---mehr dazu im "Tagebuch"
- es hat einen neuen Hahn gegeben. Schwarz-weiss, wunderschön---aber auch etwas giftig! Bis jetzt hatte ich noch keinen seiner Sporne zu spüren bekommen, aber das wird sich wohl noch ändern. Aber Ernst hat schon gesagt, wir machen nicht lange mit dem, wenn er dumm tut---Schönheit hin oder her!
- Es sind Storche geschlüpft. Bis jetzt sind es 9 Junge und noch 30 Eier. Doch wenn das Wetter so weiter macht, es weiterhin so nass und kalt ist, dann könnte dieses Jahr ein sehr schlechtes Jahr für die Störche werden.....

- Die Waldkauze sind draussen. Sie haben 3 Junge, die am 30. April zum ersten Mal draussen sassen

- 2 Storchenpaare haben aufgehört zu brüten (wegen dem vielen Regen...)
- die Schnee-Eule liegt nun immer in der Mulde. Sie hat 5 Eier....
April 05:
- der viele Regen macht den Störchen zu schaffen. Die Eier könnten unterkühlen. Bei der letzten Zählung hatte es auf allen 13 Horsten zusammen über 45 Eier! 5 wurden in den Tierpark Goldau gebracht, da die Störche dort immer unbefruchtete Eier haben.
- die Waldkäuze haben Junge. Aber man sieht sie noch nicht. Auch bei den Schleiereulen scheint es zu haben
- die Schnee-Eule hat nun auch zu brüten begonnen
-das Storchenpaar auf der Birke hat promt Eier gelegt---momentan 2
- ein Pärchen Steinkäuze wurde in ein anderes Gehege, zu einer Privatperson in Möhlin verlegt. Nun haben wir nur noch 3 Steinkauz-Paare
- die verrückte Taube ist gestorben--wahrscheinlich besser so, die hätte nicht immer alleine leben können
- eine Ente hat 2 Eier gelegt---die Schleierule hat sich dran gemacht, sie auszubrüten. Die Ente kommt nicht mehr an ihr Gelege ran....
- .........3 Schleiereulen wurden in Lausen ausgwildert. Die Ente hat nun ihre Eier wieder. Nun haben wir noch 2 Pärchen Schleiereulen.
- auf der Birke haben promt 2 Störche angefangen, ein Nest zu bauen. Das Männchen ist ein Franzose, das Weibchen unberingt. Ob die noch brüten werden?!? Sie werden spät dran sein!
- ein Bussard aus Deutschland wurde eingeliefert. Er hatte einen Riss im Kopf (wirklich) und ein ausgelaufenes Auge---natürlich liess Karl ihn ganz schnell einschläfern!