Nupri                 

Name auf Deutsch: Berg (japanisch. Der Name stammt aus einer ganz süssen Doku über eine Fuchsfamilie. Einer der jungen Füchse heisst Nupri = der Berg)
Mutter: "die, die mit 7 Monaten Welpen hatte und überfordert war"
Vater: "der, der vom Baum erschlagen wurde....----Shit happens"
Farbe:  weiss-schwarz
Geboren: 19. September 2006
Grösse: momentan ca. 54 cm
Gänge: keine Ahnung. Jedenfalls sind sich Vorder-und Hinterbeine in den seltensten Fällen so wirklich einig.

Nupri's Leben begann schon von Anfang an seltsam. Kein Wunder ist der Hund so, wie er ist. Ein Arsch mit Ohren... :-))) Kleiner Scherz! Ist nicht böse gemeint!!!

Er wurde als unehelicher Sohn einer Border Hündin (bei der 1. Läufigkeit) und eines Borderrüden (der wenige Wochen später unter einen fallenden Baum geriet und starb) am 19. September 06 geboren. Sowohl die Hündin wie auch die Besitzerin waren völlig überfordert mit den Welpen.(und das lag sicher nicht nur an Nupri)  Soweit ich das mitbekommen habe, war Nupri der Erstgeborene. Nun gut, alles im Detail weiss ich nicht, Fakt ist, die Hündin hat diverse Male die Jungen (glaub es waren etwa 6) verschleppt und die mussten dann von Jäger, Polizei und Feuerwehr wieder gesucht werden. (die werden sich auch bedankt haben, haben ja sonst nichts zu tun...)

Das Leben von Nupri und mir traf sich, als ich eines Tages eine Mail von Nathalie Knecht erhielt. 3 Border Jungs suchen einen Pflegeplatz da sie sofort von dem Hof weg müssen. Gut, ich habe ihr dann gleich angeboten, das ich zwar nicht unbedingt einen 2. Hund will (es sei denn, es ergibt sich wirklich.....), aber als vorübergehende Pflegestelle könnte ich notfalls schon einen nehmen. Dann habe ich diese 3 Jungs auch
Sandra weitergeschickt (und vielen anderen Freunden auch) und Sandra meinte dann, der kleine mit dem weissen Kopf, der langhaarige, gefalle ihr noch gut. (die Rede ist vom heutigen Nupri) Da stimmte ich zu. Sandra liess der kleine nun keine Ruhe. Sie war dann soweit, dass ich Nathalie ausrichten solle, wenn ihn keiner wolle, dann würde sie ihn nehmen. Es wollte ihn keiner, also lag er dann 2 Wochen später in Sandras Schlafzimmer----zu Lagsi's grosser Begeisterung! 
Was sich bei Nupri, als er bei Sandra und Lagsi lebte, sehr schnell zeigte war dieTatsache, das er und Lagsi Probleme haben. Lagsi ist halt einfach verwöhnt und kennt nichts anderes, als Sandra für sich alleine zu haben. Und da braucht er keinen Nebenbuhler. So hat er den kleinen von Anfang an total eingeschränkt und untergebuttert. Als dies dann alles auch nichts half, begann er, ihn zu liquidieren. Sprich: er begann ihn zu packen und zu schütteln! (schütteln=töten, niemals darf ein erwachsener Hund einen Welpen schütteln. Genausowenig wie ein Mensch einen Welpen am Genick packen und schütteln soll). Dies hat dann nichts mehr mit Rangordnung zu tun. Sandra war mit dieser Situation völlig überfordert. Einige Male bin ich dann so auch massiv dazwischengegangen. Dabei hat Lagsi sogar mich noch angeknurrt! Was sonst wirklich nicht seine Art ist. Also, es ging wirklich alles drunter und drüber und sowohl Lagsi wie auch Sandra und natürlich Nupri waren mit dieser Situation total überfodert! Mehrere Male habe ich erlebt wie Nupri Sandra anknurrte! Schliesslich war auch Sandra klar---das kann nicht so weitergehen.  Also da musste was passieren!
Ich habe Nupri dann zu mir genommen. Meine grösste Sorge war Kylja: würde sie vom kleinen nicht unbergebuttert werden?! Vorallem, wenn er so ein dominanter Alpha ist?!
Heute kann ich sagen: völlig unbegründet! Nupri ist zwar selbstsicher und manchmal rotzfrech---aber er ist kein absoluter Alpha. Er hat sich bei Sandra und Lagsi so gezeigt, weil er keinen Anschluss bekam. Also ging er seinen eigenen Weg. Zeigte sich sehr selbstständig. Heute kenne ich ihn und weiss, das dies seine Art ist, zu zeigen, das er überfordert ist!
Inzwischen kommen Nupri und Lagsi auch wieder ganz gut zusammen aus. Sie werden nie die besten Freunde sein. Aber sie können miteinander spielen und solange Nupri sich unterordnet, ist auch alles o.k. Was ich auch ganz klar sagen muss: wenn ich Lagsi hüte, klappt alles prima mit Nupri. Kaum kommt Sandra hinzu, knurrt Lagsi Nupri wieder an. Also es ist ganz eindeutig, Lagsi "besitzt" Sandra. Das muss Nupri akzeptieren. Und das tut er auch. Es ist ja auch ok, wenn Lagsi Nupri mal zurechtweist. Das macht Kylja auch.

Inzwwischen haben sich Nupri und Kylja zu einem super Team zusammengerauft. Kylja beschützt den kleinen, es ist zum schreien... Das kleine, scheue Mäuschen-Kili beschützt den Haudegen Nupri. Na prima.

Wie gesagt: Nupri ist ein Haudegen. Unsere Lehrtochter Simone, die selber auch einen Border besizte (also die Familie) und meine Hunde gern mitnimmt,. wenn sie mit dem Bike die Post im Dorf holt, meint immer belustigt, der sei ein PoS Hund. :-)
Auf die eine Art ist er hypersensibel, auf die andere Art ist er manchmal absolut ignorant. Manchmal versuche ich ihm was zu lernen, Kylja macht vor, dann zeige ich es Nupri. Er rafft es nicht (neuer Name für Nupri: Raffnix). Ich denke mir schon, hallo? Border Collie, intelligentester Hund? O.k.... Dann lasse ich ihn aber mal eine Nacht darüber schnarchen und dann, am nächsten Morgen: oh Wunder, der Hund hats begriffen! Ist aber auch nicht immer so. Wäre ja zu schön. :-)


Da er ein Rüde ist, braucht er sehr viel Konsequenz. Nein, es ist ja nicht so, das Hündinnen das nicht brauchen. Aber einer Hündin kann man eher mal was durchlassen oder mal ne Ausnahme machen. Bei einem selbstsicheren Rüden kann dies verheerend sein. Für mich ist Nupri eine neue Herausforderung. Seit ich ihn habe, kann ich nicht mehr durch den Wald latschen und träumen, ich muss ihn immer im Auge behalten Nicht weil er böse ist, nein, er besteht halt einfach zu 1% aus Hirn und zu den restlichen 99% aus jugendlichem Übermut. Das heisst, alle Menschen und Tiere im Umkreis von 1 km müssen natürlich auf Nupri-Art begrüsst werden. Nupri Art heisst: relativ respektlos hochspringen. Zum Vergleich: Kylja steht auch rauf. Aber sie "klettert". Nupri, der kommt geflogen! Und zwar mit allen 4 Beinen... Klar, wenn jemand mit Schlittenhunden zu tun hat wie Ruth oder ich, denen ist sowas egal. Allen anderen aber nicht! Darum muss diese "Macke" weg. Also, alle, die uns kennen und das hier lesen: falls Nupri Euch beim nächsten Treffen entgegen geflogen kommt, habt bitte keine Hemmungen und tretet ihn weg oder schnauzt ihn an oder beides oder was weiss ich... Weil bei mir macht er es nicht, hehe! :-)) er muss lernen, das andere Menschen sich auch wehren können!

Ansonsten, er hat Power, hat aber inzwischen auch schon gut gelernt im Haus ruhig zu sein. Tagsüber ist er mit Kylja und seiner kleinen Freundin Lena in der Lagerhalle, mittags sind wir immer unterwegs, entweder mit dem Bike oder zu Fuss. Zu Fuss wird oft gearbeitet, sprich Balli oder Beute suchen. Und nach Feierabend gehts dann richtig los. Mir ist sehr wichtig, das ein Border Collie nicht zwingend körperlich total geschlaucht wird, sondern auch geistige Arbeit bekommt! Bei Kylja kenne ich das ja und sie ist sowas von ausgegelichen. Ich merke auch bei Nup, wie ihm das gut tut! Beute verstecken und suchen, das liebt er. Schnell hat er das Spiel verstanden! Wenn ich die Beute an einem etwas schwierigen Ort verstecke, findet er sie meist vor Kylja, traut sich dann aber nicht, die Beute zu nehmen. Dies überlässt er dann Kylja und kaum hat sie die Beute gesichert, geht er sie ihr klauen. Mundraub nennt man das. Und Kylja toleriert es.
Auch "Balli legen" kennt er schon super. Ein Spiel für unterwegs. Ball an einen Ast hängen, auf einen Baumstrunk legen oder was weiss ich. Dann mit den Hunden weiterlaufen. Nach beliebiger Distanz (bei mir sind es gerne mal 500m) schicke ich die Hunde. Da geht die Post ab. (das Spiel stammt übrigens von Jan Nijboer, der ja das Beutetraining sehr gut an interessierte Leute weitergibt. Mir gefallen seine Spiele und ich merke, wie sie meinen Hunden gut tun). Ja, mit all den Spielen ist Nupri inzwischen schon sehr ausgeglichen geworden.
Was er auch liebt ist das schwimmen! Anfangs war ihm Wasser gar nicht geheuer. Ich habe ihn nie gezwungen, immer nur selber machen lassen. Und als Kylja halt an einer seichten Stelle immer und immer wieder den Ball da holte, musste er es doch auch mal versuchen. Immer mehr, immer mehr und irgendwann schwamm er. Heute sprint er wie ein Irrer ins Wasser. :-) Und was er auch schnell von Kylja gelernt hat, "rääääuusper": sich in Pfützen zu legen! Je schlammiger desto besser----es kühlt doch sooooo schön! "Grummel".

Ja, ja, Kylja und Nupri. Sie sind ein echtes Dreamteam geworden!!!


Ich bin so froh.Ich bin nun gespannt, wie Nupri sich weiter entwickelt. Ich weiss aber, das er ein absolut gutes Herzchen hat und ich bin sicher, wenn er die nötige Zeit, Liebe und Konsequenz erhält, wird er in 2 Jahren ein absolut souveräner Traumhund-Allrounder sein. Ich hoffe, dass er gesund bleibt und zusammen mit seiner Freundin Kylja noch viele schöne Jahre bei mir verbringen darf.

Mehr Fotos von Nupri hier.



 

 

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